Ingenieurbüro

 

Dr.-Ing. Rolf-Jürgen Gebler

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R.-J. Gebler, 2005: Entwicklung naturnaher Bäche und Flüsse

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Auszüge aus der Publikation sind hier zu finden. Das Buch kann für 25 € (incl. Versand) unter info@wasserverlag.de bestellt werden.

Zur Zeit sind folgende Projekte in der Ausführung bzw. wurden in letzter Zeit abgeschlossen:
Zurzeit in Bau: - Fischrampe Wehr Straub AG an der Breg in Bräunlingen
- Neubau KW Rheinfelden am Rhein
- Neubau Kraftwerk Dogern am Rhein - Verbindungsgewässer
- Neubau Kraftwerk Dogern am Rhein - Sanierung Fischpass
- Kraftwerk Werfen / Pfarrwerfen (A) an der Salzach

 

In letzter Zeit abgeschlossen: - Umgestaltung Elisabethenwehr an der Nahe (Bad Kreuznach)
- Umgestaltung des Wehres Niedaltdorf an der Nied
- Fischaufstieganlage am Wehr der Itteler Mühle an der Kyll
- Ökol. Durchgängigkeit der Queich in Germersheim
- Umgestaltung des Wasserfalls in Isenburg am Saynbach
- Neubau Kraftwerk Dogern am Rhein - Ökologische Ausgleichsmaßnahmen
- Optimierung Beckenfischpass am Kraftwerk Wyhlen am Rhein
- KW Rheinfelden am Rhein - Fischpass am Wehrpfeiler
- Halbinsel Beuggen - Rheinfelden (Rhein)
- Durchgängigkeit der Ruhr, Fischweg Wehr Velmede und Einschwimmsperre WKA Eversberg

 

Fischrampe Wehr Straub AG an der Breg in Bräunlingen
Bauherr/Auftraggeber: Regierungspräsidium Freiburg

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Am Wehr der Firma Straub AG in Bräunlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis, wird das Wasser der Breg aufgestaut und ein Abflussanteil von bis zu 3,6 m³/s zur Energiegewinnung in den Triebwerkskanal umgeleitet.

Bisher existiert am Wehr keine Fischaufstiegsanlage, wodurch das Bauwerk ein erhebliches Wanderhindernis für die Gewässerfauna darstellt. Diese Tatsache wird nun durch den Bau einer naturnahen Teilrampe geändert, so dass eine uneingeschränkte Passierbarkeit für Fische und andere Organismen ermöglicht wird.

Zu diesem Zweck wird der bestehende Wehrkörper entlang des rechten Ufers über eine Breite von ca. 6 m abgerissen. Um die Stabilität des Bauwerks zu gewährleisten, werden in diesem Abschnitt Riegel und Sohlmaterial in eine massive Betonsohle eingebunden. Unterhalb des Wehrrückens wird das Raugerinne linksseitig durch eine seitliche Anrampung aus drei Riegeln ergänzt. Diese Maßnahme dient der Stabilisierung des naturnahen Bauwerks und bietet zudem bei höheren Abflüssen eine zusätzliche Aufstiegsmöglichkeit.

Zur Sicherung des Dammfußes entlang des rechten Ufers wurde dieser mit großen Blocksteinen abgestellt und mit Unterwasserbeton hinterfüllt.

 
Abmessungen:

Gesamtlänge:
Höhenunterschied:
Lichte Beckenbreite:
Lückenbreite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 32,5 m
1,90 m
4,50 m
0,30 m
13 Stück
1:18
0,15 m
0,70 m
300 l/s

 

Blick auf den Bauabschnitt unterhalb des Wehrrückens.
Versetzte Anordnung der Lücken, um eine günstige Strömung in den Becken zu erhalten.
Aufbau der Sohle aus großen Blocksteinen. Die Zwischenräume werden mit kleinerem Steinmaterial verfüllt.
Sicherung des Uferdammes. Die Hohlräume werden mit Unterwasserbeton verfüllt und mit Steinmaterial überdeckt.
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Neubau Kraftwerk Rheinfelden (Hochrhein)
Bauherr/Auftraggeber:
Energiedienst AG
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Teilbereiche der UVS (incl. Planung des neu zu errichtenden Flusslaufs)
- Planung der ökologischer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
- Ausschreibung und Bauleitung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Modell des bestehenden Ausleitungskraftwerks. Das Wasser wird am Wehr ausgeleitet, das Krafthaus befindet sich am unteren Ende des Werkkanals.
Modell des zukünftigen Flusskraftwerks. Im ehemaligen Werkkanal wird ein neuer Flusslauf mit naturnahen Strukturen geschaffen. Der Abfluss im Umgehungsfluss beträgt im Normalbetrieb 10 - 20 m³/s
Aktuelle Bilder Neubau KW Rheinfelden


aktuelles Luftbild
   
Luftbild vom 07.04.2009 (Quelle: Luftaufnahmen Meyer, Hasel)

 

Umgesetzte Ausgleichs- und Strukturmaßnahmen

- Fischpass am Wehrpfeiler Rheinfelden
- Halbinsel Beuggen
- Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Oberwasser
Fischpass am Wehrpfeiler Rheinfelden

Technische Daten Fischpass Stauwehr Rheinfelden:


Querschnitt durch den Fischpass
Stauziel:
UWMin:
Höhenunterschied OW - UW:
Gesamtlänge Fischpass:
Gefälle:
Höhenunterschied je Becken:
Anzahl Becken:
Anzahl Ruhebecken:
Wasserspiegelbreite:
Lichte Beckenlänge:
Wassertiefe:
Abfluss:

Leistungsdichte im Becken:

269,10 m N.S.H.
262,40 m N.S.H.
6,7 m (bei UWMin)
156 m
1:22
0,15 m
44
3
3,0-4,5 m
min. 2,5 m
0,9 –1,0 m
0.60 m3/s
(+1,1 m³/s Bypassleitung)
149 W/m³

Fischpass in Betrieb nach Rückbau der Wehrbaugrubenumschließung der 1. Bauphase.
Die Hauptströmung verläuft am Rand des Fischpasses; somit gute Voraussetzungen für die Auffindbarkeit des Einstiegs.

Fischpass am Wehr Rheinfelden mit sehr gutem Ergebnis

Auszug aus dem Bericht "Fischaufstiege am Hochrhein, Koordinierte Zählung 2005/06 (S. 130):

"Die Auffindbarkeit der FAH ist erschwert, da Fische, die entlang des rechten Ufers aufsteigen, die Turbinenströmung queren müssen, um zum Einstieg zu gelangen. Dieser befindet sich je nach Abfluss des Rheines 30-50 m unterhalb des Wehres an einer günstigen Stelle. Die Leitströmung ist dank der Lockwasserzugabe deutlich auszumachen. Auch die Dotation (inkl. Lockwasser) liegt weit über dem Durchschnitt aller anderen FAH.
Sehr positiv für die Passierbarkeit ist die Natursohle und die damit zusammenhängenden sehr geringen Fließgeschwindigkeiten im Grenzbereich der Sohle (kleine und bodenorientierte Fische) sowie die gross dimensionierten Engstellen zwischen den Becken (grosswüchsige Arten). Die Turbulenz in den Becken ist eher hoch, wird aber durch 2 grosse Ruhebecken kompensiert.

Die neu erbaute Anlage fällt gleich in vielerlei Hinsicht positiv auf: Ein hoher Anteil der im Unterwasser vorkommenden Arten schafft den Aufstieg. Der Schneider und generell kleine Fische steigen häufig auf. Auch hinsichtlich der Zahl der Wochen mit Fischaufstieg liegt die Anlage an der Spitze. In keinem Kriterium schneidet sie schlecht oder sehr schlecht ab. Die Gesamtbeurteilung anhand des Fischaufstieges liegt in der Skala von 0-5 bei 4,0. Das Verbesserungspotenzial ist nach dem heutigen Stand der Technik nur begrenzt."

Quelle: Schweizer Eidgenossenschaft, Bundesamt für Umwelt [Stand: 25.08.2008]
Halbinsel Beuggen - Rheinfelden (Hochrhein)
Ziel: Wiederherstellung der Halbinsel
Konzept: Anpassung an den zukünftigen höheren Wasserstand
Maßnahmen: - Erhöhung der Insel über das zukünftige Stauziel
- Gestaltung der Uferlinie mit Felsgestein aus der Unterwassereintiefung und
  flach geneigte Einbuchtungen im Randbereich der Halbinsel

 

Blick auf die am oberwasserseitigem Rang geschüttete Kiesbank
Blick am Rhein/UW auf die fertig gestaltete Halbinsel
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Oberwasser
Ziel: - Kompensation des Einstaus bestehender Uferstruktur
- Verbesserung der Zugangsmöglichkeiten zum Gewässer
- Kompensation des Anstaus des flachen Uferbereiches
- Sicherstellung bzw. Erweiterung des potentiellen Lebensraumes für den Biber
Konzept: - Anpassung der vorhandenen Uferstrukturen an den zukünftig höheren
  Wasserstand
- Gestaltung neuer Flachwasserzonen (Entwicklung Weichholzaue als
  Lebensraum für den Biber)
Maßnahmen: - Neugestaltung von Felssteinbuhnen
- Erhöhung von Felssteinbuhnen die im Rahmen der 1. Bauetappe gestaltet
  wurden (2003) und somit Anpassung an den höheren Wasserspiegel.
- Buhnenartige Schüttungen auf zukünftig eingestaute Uferabschnitte mit
  Aushubmaterial aus der Unterwassereintiefung

 

Transport und Einbau des Materials mit Ponton von der Wasserseite.
Bestehende Totholzstruktur wird ergänzt bzw. erneuert.
Buhne die 2003 erstell wurde angepasst auf zukünftig höheren Wasserstand.
Schüttung mit Aushubmaterial aus dem Unterwasser, Ergänzung bestehende Uferstruktur.
Ergänzung der vorhandenen Uferstruktur.
Erhöhung der Buhnen, die 2003 erstellt wurden.
Gestaltung zweier Buhnen unterhalb des KW Ryburg-Schwörstadt.
Biberburg am schweizer Ufer (Beuggenboden).
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Neubau Kraftwerk Dogern - Verbindungsgewässer
Bauherr/Auftraggeber:
Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG)
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planung
- Ausschreibung
- Baubegleitung / Bauleitung
 
Im Zuge der Neukonzession des Rheinkraftwerks Albbruck-Dogern AG wurde am Stauwehr auf der Schweizer Seite ein neues Wehrkraftwerk errichtet. Mit dem Bau des Kraftwerks war die Errichtung eines naturnahen Verbindungsgewässers als Fischaufstiegsanlage am linksseitigen Ufer der Wehranlage verbunden. Durch das Verbindungsgewässer wird die aquatische Durchgängigkeit für alle Fische und somit auch für Großsalmoniden wie dem Lachs sowie das Makrozoobenthos gewährleistet.
  

Landespflegerischer Begleitplan (LBP) für den Bereich Verbindungsgewässer
Klick auf das Bild öffnet LBP als pdf (ca. 2,8 MB)

Das Verbindungsgewässer ist auf einen Abfluss von 2,0-5,0 m³/s ausgelegt und setzt sich aus folgenden Einzelbausteinen zusammen:

- Zulaufbauwerk im Oberwasser des Wehres
- naturnaher Gewässerlauf
- Mündungsrampe in das Unterwasser des Wehres
- Schlitzpass (Vertical-Slot-Pass) von der Saugschlauchmündung des Wehrkraftwerks zum naturnahen Gewässerlauf mit einem Sammelkanal 
  am Krafthaus des Wehrkraftwerkes (Collection Gallery) als Einstieg in den Schlitzpass.
 
Ende November wurde das Verbindungsgewässer in Betrieb genommen. Der Abfluss beträgt zurzeit etwa 2 m³/s.

 

Blick auf das Zulaufbauwerk.
Blick auf die unteren beiden Riegel des Zulaufbauwerks.
Kiesschnelle (rechts) und tiefer Gewässerlauf von UW gesehen. Die Böschungen wurden zusätzlich durch den Einbau von Raubäumen und Wurzelstöcken strukturiert.
Von der Zufahrt zum Wehrkraftwerk/Wehr ergibt sich ein guter Blick auf die einzelnen Strukturen.
Unterste Struktur: rechts Kiesschnelle, links tieferer Gewässerlauf. Zwischen diesen beiden Elementen liegt eine flach überströmte Kiesbank.
Mündungsrampe bei einem Gesamtabfluss von 2 m³/s. Rechts zweigt der Schlitzpass zum Sammelkanal ab.
Zuleitung des Bypassabflusses (linker Bildrand). Die Stahlkonstruktionen im Vordergrund dienen der Strömungslenkung.
Blick auf die linke Mündung des Sammelkanals in das Unterwasser. Trotz der relativ hohen Turbulenzen von der Turbine ist eine Leitströmung vorhanden.
Ansicht auf die linke Mündung. Rechts verläuft der Schlitzpass hinter der Ufermauer.
Blick auf die rechte/zweite Mündung des Sammelkanals.
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Neubau Wehrkraftwerk Dogern - Sanierung Fischpass am Maschinenhaus
Bauherr/Auftraggeber:
Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG)
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planung
- Ausschreibung
- Baubegleitung / Bauleitung
 
Im Zuge der Erteilung der Baubewilligung für das Wehrkraftwerk wurde ein Umbau des bestehenden Fischpasses am alten Maschinenhaus von RADAG zugesagt.

Der vorhandene Fischpass entspricht in seinen Abmessungen, der Lage der Einmündung und der Dimensionierung nicht den aktuellen Anforderungen an Fischaufstiegsanlagen.

Um diese Anforderungen zu erfüllen ist nun (bedingt durch die baulichen Randbedingungen und die inneren Abmessungen der bestehenden Anlage) ein Neubau der Anlage erforderlich.
  

Lageplan des Fischpasses am Maschinenhaus
Klick auf das Bild öffnet Lageplan als pdf (ca. 3,2 MB)

Der Fischpass wird auf eine Abfluss von 0,57 m³/s ausgelegt und setzt sich aus folgenden Einzelbausteinen zusammen:

- Einlaufbauwerk im Oberwasser des Maschinenhauses (Anschluss an Oberwasserkanal)
- naturnaher Gewässerlauf
- Schlitzpass (Vertical-Slot-Pass) zwischen naturnahem Gewässerlauf und der Saugschlauchmündung des Maschinenhauses
- Mündungsbauwerk als Einstieg in den Schlitzpass
- Mündung in das Unterwasser durch einen in der Breite variablen Schlitz auf die Saugschlauchdecke
 
Zur Erhöhung der Leitströmung wird über eine separate Bypassleitung ein zusätzlicher Abflussanteil von mindestens 1,43 m³/s an die Mündung geführt. Durch den in der Breite variablen Mündungsschlitz fließt somit stetig ein Abfluss von 2,0 m³/s zur Erzeugung einer ausreichenden Leitströmung in das Unterwasser.

 

Blick vom rechten Ufer des Unterwasserkanals auf das Mündungsbauwerk (linker Bildrand) und die mit großen Blocksteinen gestaltete Böschung zum Raugerinne
Gestaltung der Böschung zum Unterwasserkanal mit Felsgestein. Aus Stabilitätsgründen mussten die Steine in Beton gesetzt werden.
Mündungsbauwerk: Bohrpfahlwand und Sohle aus Unterwasserbeton. Die Zwischenwände wurden in Ortbeton erstellt.
Unterster Abschnitt des Raugerinnes.
Anschluss an das Mündungsbauwerk.
Unterer Teil des Raugerinnes in der Böschung zum Unterwasser.
Aufbau Raugerinne in der Böschung: Bentonitfolie zur Abdichtung, darauf Kiesschicht als Schutz und dann Einbau/setzen der Riegelsteine.
Bedingt durch die beengten Platzverhältnisse war die Bausausführung aufwändig.
Einlaufbauwerk,
rechts Zählbecken
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Kraftwerk Werfen / Pfarrwerfen
Bauherr/Auftraggeber:

VERBUND AG und Salzburg AG

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Vom Land Salzburg bestellte ökologische Bauaufsicht für Gewässermorphologie

 

Das Kraftwerk Werfen / Pfarrwerfen an der Salzach im österreichischen Bundesland Salzburg wird als siebte Stufe der Kraftwerkskette Mittlere Salzach von der VERBUND AG und der Salzburg AG errichtet. Das Kraftwerk weist einen Ausbauabfluss von 200 m³/s auf.

Um die geplante Fallhöhe an der Staustufe zu erreichen, wird im zukünftigen Unterwasser auf einer Länge von ca. 2100 m die Sohle um bis zu 6 m eingetieft. Im Oberwasser wird die Salzach bis zu 4,5 m aufgestaut.

-  Laufende Überprüfung der Ausführung des Vorhabens dahingehend, ob die Vorschreibungen (Auflagen) der Genehmigungsbehörden eingehalten werden;

-  Fachliche Beratung des Bauherrn und Planers bei der Erfüllung behördlicher Vorschreibungen (Auflagen). 

Da die ökologische Bauaufsicht nachweislich Fachkenntnisse und Erfahrungen im Bereich naturnaher Gestaltung von großen Fließgewässern aufweisen muss, wurde Herr Dr. Rolf-Jürgen Gebler vom Land Salzburg als gewässerökologische Bauaufsicht bestellt.

31.07.2009 offizielle Eröffnung des KW Werfen/Pfarrwerfen in Anwesenheit von Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll, Wirtschaftminister Dr. Reinhold Mitterlehner, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Verbund-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber sowie den Vorständen der Projektpartner Dr. Arno Gasteiger, Sprecher des Vorstandes der Salzburg AG, Dr. Herbert Schröfelbauer, Vorstandsvorsitzender VERBUND-Austrian Hydro Power AG, Mag. August Hirschbichler, Vorstand der Salzburg AG und Mag. Michael Amerer, Vorstand VERBUND-Austrian Hydro Power AG.
Naturnaher Abschnitt des Fischaufstiegs
Fischpass im Bereich des Zählbeckens (rechts)
Sichtfenster am Beginn des Schlitzpasses vor der Inbetriebnahme. Das Sichtfenster reicht über die Länge des gesamten Beckens.
Detail Sohlgestaltung Schlitzpass. Hohe Rauhigkeit durch Felsgestein.
Blick von UW auf die Mündung des Fischpasses. Links Auslauf Turbine, rechts der mit Gitterrost abgedeckte Fischpass
Mündung Fischpass: Deutlich ist die Leitströmung im Unterwasser aus dem Mündungsschlitz erkennbar.
Rückstauraum: Durch die flachen Uferbereiche und die vielfältigen Strukturen werden die Flachwasserzonen wie gewünscht zur Naherholung genutzt.
Unterwasserbereich: Zwischenzeitlich haben sich im Bereich von Aufweitungen Kiesbänke abgelagert.
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Umgestaltung des Elisabethenwehres an der Nahe in Bad Kreuznach
Bauherr/Auftraggeber: Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
Regionalstelle für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz Koblenz

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Das knapp 90 m breite Elisabethenwehr im Kurgebiet der Stadt Bad Kreuznach besteht zum Großteil aus einer losen Steinschüttung. Bei Hochwasser wird der Wehrkörper durch die reißenden Wassermassen zerstört und muss somit regelmäßig wieder aufgebaut werden. Das Wehr ist zudem im aufgeschütteten Zustand für Fische und andere aquatische Organismen nicht passierbar. Direkt oberhalb des Wehres zweigt am rechten Ufer der Mühlenteich ab, durch welchen ein Teil des Nahe-Abflusses zur Mühle Thress geleitet und dort energetisch genutzt wird.

Um die ökologische Durchgängigkeit wieder herzustellen und den Unterhaltungsaufwand zu minimieren, wird das Elisabethenwehr in eine naturnahe Sohlengleite umgestaltet.

In der Planung wurde zudem auch die Hochwassersituation im Stadtgebiet von Bad Kreuznach berücksichtigt. Die Hochwasserneutralität wurde im Vorfeld mit einem numerischen Modell nachgewiesen.

Hauptelement der Sohlengleite ist eine Niedrigwasserrinne, in welcher bei Niedrigwasser der Abfluss konzentriert wird und so die zum Fischaufstieg notwendigen Wassertiefen aufrechtecht erhalten werden. Hier wird die Höhendifferenz über einzelne, versetzt angeordnete Riegel aus Blocksteinen abgebaut, in welchen ausreichend groß dimensionierte Lücken angeordnet werden.

In den seitlichen Bereichen werden flach überströmte Bereiche und Kiesinseln entstehen, um der heimischen, vom Aussterben bedrohten Würfelnatter einen geeigneten Lebensraum zu schaffen.

 
Abmessungen:

Länge der Sohlengleite:
Höhenunterschied:
Maximale Breite:
Gesamtlückenbreite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 60 m (+ 18 m Nachbettsicherung)
insgesamt 2,40 m
88,0 m
ca. 1,30 m
16 Stück
1:25
0,15 m
1,05 cm
2,65 m³/s (1,65 m³/s durch NW-Rinne)

 

Ausgangszustand des Elisabethenwehrs.
Blick von Unterwasser auf die fertig gestellte Niedrigwasserrinne.
Auf den seitlichen Bereichen der Sohlengleite entstehen wertvolle Flachwasserbereiche. Stellenweise wurden Steingruppen überhöht eingebaut, um die Bildung von Kiesinseln zu initiieren.
Bericht aus "Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach" vom 03.12.09
Klick auf das Bild öffnet pdf (ca. 560 kB)
aktuelles Luftbild
Blick auf den gesamten Umgestaltungsbereich kurz nach Fertigstellung der Baumaßnahme. Deutlich zu erkennen sind die zwei seitlichen Flachwasserrinnen.
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Umgestaltung des Wehres Niedaltdorf an der Nied
Bauherr/Auftraggeber: Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Saarland

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Das Wehr Niedaltdorf diente ursprünglich dem Wasseraufstau, um den Betrieb mehrerer Mühlen im Umfeld zu gewährleisten. Mittlerweile wurde jegliche Nutzung eingestellt. Das Stauziel ist dennoch weiterhin zu halten.

Um die Barrierewirkung des alten Wehres für die Fischfauna aufzuheben, wird das Wehr nun teilweise abgerissen und auf der linken Seite zu einer naturnahen Teilrampe umgestaltet. Durch die Anordnung von sechs Riegeln aus großen Blocksteinen entsteht eine Abfolge von Becken mit einem jeweiligen Höhenunterschied von 15 cm. Durch ausreichend große Lücken in den Riegeln wird die ökologische Durchgängigkeit gewährleistet.

Der rechte Teil des Wehres wird aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten. Die Maßnahme wird archäologisch betreut.

 
Abmessungen:

Gesamtlänge:
Höhenunterschied:
Maximale Breite:
Gesamtlückenbreite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 15 m (+ ca. 2m Nachbettsicherung)
ca. 0,90 m
ca. 28 m
ca. 1,50 m
6 Stück
ca. 1:20
0,15 m
0,65 m
1,50 m³/s (1,20 m³/s durch Niedrigwasserrinne)

 

Der rechte  Teil des alten Wehres (im Bildhintergrund) wurde erhalten und entsprechend gesichert.
Blick über die fertig gestellte Sohlengleite in Fließrichtung.
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Fischaufstiegsanlage am Wehr der Itteler Mühle (Kyll)
Bauherr/Auftraggeber: Kreisverwaltung Trier-Saarburg

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Die Wehranlage der Itteler Mühle an der Kyll ist für die gesamte Gewässerfauna nicht passierbar. Aus diesem Grund wird das Streichwehr, bestehend aus Beton und Pflasterung, im linken Bereich abgebrochen und dort durch den Anschluss eines Raugerinnes ersetzt. Durch das neue, naturnahe Bauwerk wird ein Mindestwasserabfluss von 350 l/s in die Ausleitungsstrecke geleitet. Der Großteil des Abflusses der Kyll wird nach wie vor abgeleitet und in der Mühle energetisch genutzt.

Der Höhenunterschied wird über einzelne, schräg angeordnete Riegel abgebaut, wodurch die Passierbarkeit für Fische und andere aquatische Organismen gewährleistet wird. Zwischen den Riegeln werden großzügig dimensionierte Becken angelegt, welche mittlere Wassertiefen von 60 cm aufweisen. Diese naturnahe Bauweise ist angelehnt an die natürliche Struktur eines Gebirgsbaches und bietet neben der eigentlichen Durchgängigkeit auch noch Lebensraum für Kleinlebewesen.

Auf der rechten Wehrseite wird eine weitere Öffnung angelegt, durch welche zu den Hauptwanderzeiten bestimmter Fischarten eine zusätzliche Wassermenge in die Ausleitungsstrecke unterhalb des Wehres abgegeben werden kann.

 
Abmessungen:

Länge der Sohlengleite:
Höhenunterschied:
Maximale Breite:
Gesamtlückenbreite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 56 m
2,25 m
ca. 12 m
ca. 0,50 m
15 Stück
1:25
0,15 m
60 cm
350 l/s (Mindestabfluss)

 

Bericht aus "Volksfreund" vom 25.06.2009
Klick auf das Bild öffnet pdf (ca. 300 kB)
Nische für die Installation von Brutbehältern für die Fischzucht.
Erste Flutung des neuen Fischaufstiegs im Probebetrieb.
Einlaufbereich der neuen Sohlengleite während des Probebetriebs.
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Herstellen der ökol. Durchgängigkeit in der Queich in Germersheim
Bauherr/Auftraggeber: Stadt Germersheim

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Vorstudien, Hydraulik, Variantenuntersuchungen
- Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Am westlichen Rand der Stadt Germersheim teilt sich die Queich an einem Teilungsbauwerk in zwei Arme, in den Trompetergraben, der am nördlichen Stadtrand verläuft und in die Stadtqueich, die das Stadtgebiet quert. Nordöstlich des Stadtgebietes vereinen sich beide Arme wieder und münden nach ca. 800 m in den Rhein. Das Wasser der Stadtqueich soll energetisch genutzt werden. In diesem Zusammenhang soll für Wanderfische der Zugang in die Queich über den Trompetergraben ermöglicht werden.

Im Trompetergraben befinden sich mit dem Teilungsbauwerk und einem Absturzbauwerk im Bereich Waldstraße zwei, für die gesamte Gewässerfauna nicht zu überwindende Wanderhindernisse. Die beiden Bauwerken bilden eine Schlüsselstelle bei der ökol. Anbindung der Queich an das Ökosystem des Rheins. Kürzlich wurde eine Befischung im unmittelbaren Bereich unterhalb der Bauerwerke durchgeführt. Dabei wurden trotz der augenscheinlichen Strukturarmut 17 verschiedene Fischarten nachgewiesen. Darunter auch eine Meerforelle, deren weiterer Aufstieg in die Queich durch die Wehre gestoppt wurde.

Für die beiden Bauwerke wurden verschiedene, naturnahe Bauweisen gewählt, um die Durchgängigkeit wieder herzustellen.

 
Bericht aus "Die Rheinpfalz" vom 04.05.2009
Klick auf das Bild öffnet pdf (ca. 450 kB)
Teilungsbauwerk:

An dem Teilungsbauwerk wird über Schütze der Abfluss zwischen den beiden Gewässerabschnitten aufgeteilt. Hochwasserabflüsse werden von hier über den Trompetergraben abgeführt. Für die Hochwassersicherheit der Stadt ist daher das Teilungsbauwerk in seiner Funktion zu erhalten.

Das Teilungsbauwerk wird weiträumig durch ein naturnahes Verbindungsgewässer in Form eines Raugerinne-Beckenpasses umgangen. Dabei muss eine kreuzende Anliegerstraße unterquert werden. Der Durchlass aus Stahlfertigteilen wurde so dimensioniert, dass auch im Durchlass eine naturnahe Sohlstruktur geschaffen werden kann.
Durch eine Automatisierung des Teilungsbauwerks wird ein konstanter Abfluss über das Umgehungsgerinne sichergestellt.
Der obere Abschnitt wird flacher geneigt ausgeführt und bietet somit die Möglichkeit zur Anordnung verschiedener Strukturelemente (Wurzelstöcke, Kiesbänke).

 
Abmessungen Raugerinne-Beckenpass

Höhenunterschied:
Länge:
Länge Durchlassbauwerk:
Breite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 4,75 m
ca. 130 m
23 m
3,0 - 4,0 m
32 Stück
1:23 bis 1:38
0,15 m
60 cm
300 l/s

 

Einlauf in das Verbindungsgewässer. Der Raugerinne-Beckenpass wird ca. 120 m oberhalb vom Teilungswehr an die Queich angeschlossen. Die Dammbalken sind unterströmt und sollen Treibgut abhalten.
Blick über den oberen Abschnitt des Raugerinne-Beckenpasses. In dem flacher geneigten Abschnitt wurden Kiesbänke, Wurzelstöcke und Faschinen als Strukturelemente angeordnet
An jedem Riegel wird ein Höhenunterschied von 15 cm abgebaut.
Der Raugerinne-Beckenpass schließt unterhalb des Teilungswehres an den Trompetergraben an.
Absturzbauwerk:

Der Höhenunterschied am Wehr Waldstraße wird künftig durch eine Kombination aus Sohlengleite und einem neu gestaltetem Bachlauf mit Schnellenstrukturen abgebaut.

Sohlengleite:
Das Absturzbauwerk ist ein Teil der historischen Festungsanlagen von Germersheim und soll daher erhalten bleiben. Lediglich die nachträglich eingefügten Betonquerschwellen werden im Zuge der Umgestaltung entfernt. Die Sohlengleite beginnt ca. 45 m unter der jetzigen Wehrschwelle und wird in einer Neigung von 1:25 bis vor das Absturzbauwerk geführt. Im Bereich der hist. Wehrwangen erfolgt kein Höhenabbau. Dieser Abschnitt dient somit als Ruhebecken für aufsteigende Fische. Oberhalb des Bauwerks wird die Sohlengleite wieder weitergeführt und schließt nach etwa 11 m an den neu zugestaltenden, naturnahen Bachlauf an.

 
Abmessungen Sohlengleite

Höhenunterschied:
Länge:
WSP-Breite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 2,10 m
ca. 53 m
3,0 - 4,0 m
14 Stück
1:25
0,15 m
60 cm
300 l/s zzgl. Abschlag in den Trompetergraben

 

Sohlengleite unterhalb des ehem. Wehres. Die seitlichen Bereich werden bei zunehmenden Abflüssen überströmt.
 
Die Sohlengleite wird zwischen den historischen Wehrwangen des ehemaligen Wehres durchgeführt.
Naturnaher Bachlauf:
Zwischen dem Trompetergraben und der Waldstraße befindet sich eine Feifläche. Diese Fläche wird genutzt, um den geradlinigen Verlauf des Trompetergrabens aufzuheben. Der Bach wird in Schlingen in Richtung Waldstraße ausgeschwenkt. Das alte Bachbett wird dabei zum größten Teil verfüllt. Im neuen Gewässerverlauf werden Schnellenbereiche angelegt, über die bereits ein Teil des ehem. Höhenunterschieds vom Absturz abgebaut wird. Die Schnellen werden in den Übergängen der Gewässerwindungen angeordnet, in denen sich auch bei natürlichen, geschwungenen Gewässerverläufen Furten und Schnellenstrukturen ausbilden würden. Zur Sohlsicherung werden in den Schnellen linienförmige Blocksteingruppen angeordnet.
Eine weitere Strukturierung des Gewässers erfolgt mit Wurzelstöcken, Faschinen und Kiesbänken. Die Strukturelemente bieten die Möglichkeit einer sich entwickelnden Habitatvielfalt innerhalb des Gewässerabschnittes. Somit wird auch in dieser Hinsicht eine ökologische Aufwertung des Gewässers erreicht.

 
Abmessungen neu gestalteter Bachlauf

Höhenunterschied:
Länge:
WSP-Breite:
Bereich mit Schnellenstrukturen
Höhenabbau in Schnelle
Neigung Schnellenbereich
mittl. Neigung Bachlauf
Abfluss:

 



ca. 1,05 m
ca. 150 m
3,0 - 6,0 m
5 Stück
0,10 - 0,25 m
1:40
ca. 1:135 = 7,4 ‰
300 l/s zzgl. Abschlag in den Trompetergraben

 

Der ehemals gerade Verlauf des Trompetergrabens wurde aufgehoben. Der neu gestaltete, geschwungene Verlauf folgt mit seinem Wechsel von Flach- und Tiefstellen dem Vorbild natürlicher Bachläufe.
Eine dynamische Entwicklung wird in ausgewählten Bereichen zugelassen. An der aufgeschüttete Kiesschnelle zeigten sich schon nach wenigen Tagen die ersten Umlagerungen.
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Umgestaltung Wasserfall Isenburg am Saynbach
Bauherr/Auftraggeber: Kreisverwaltung Neuwied

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planen
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Der ca. 3,0 m hohe Wasserfall (felsige Sohle) ist im 19. Jahrhundert entstanden, als im Zuge des Straßenbaus der Saynbach in ein neues Bett verlegt wurde. Seither ist dieser Gewässerabschnitt für die gesamte Gewässerfauna nicht zu überwinden, auch nicht für Lachse. Die Wiederansiedelung des Lachses ist im Saynbach erklärtes Ziel. Allerdings sind viele potentielle Laichhabitate erst oberhalb des Wasserfalles zu verzeichnen und im derzeitigen Zustand für Lachse nicht erreichbar.

Unterhalb des Wasserfalles hat sich ein tiefer Kolk gebildet. Wasserfall und Kolk stellen ein landschaftlich wertvolles Element dar, das mit einem hohen Naherholungswert verbunden ist.

Am Wasserfall in Isenburg liegen besonders komplexe und schwierige Randbedingungen vor. Zum einen ist die Situation räumlich sehr beengt, zum anderen soll der Charakter des Wasserfalls soweit möglich erhalten bleiben. Vom IB Gebler wurde die Umgestaltung des Wasserfalles in eine relativ steile Blocksteinrampe bzw. in einen stufenförmigen Wasserfall (sog. Katarakt) vorgeschlagen, bei dem der besondere Charakter des Wasserfalls teilweise erhalten bleibt. Hierbei wird ein Bauwerk über die gesamte Gewässerbreite errichtet. Der Saynbach im Westerwald weist als Mittelgebirgsfluss schon unterhalb Isenburg relativ steile Abschnitte auf. Unter diesem Gesichtspunkt scheint tolerierbar, dass naturnahe Bauwerke, die ohnehin bessere hydraulische Aufstiegsbedingungen (Becken) bieten, als natürliche Gewässerabschnitte, mit entsprechenden Neigungen gestaltet werden.

Der Höhenunterschied wird über zwei Abschnitte abgebaut, dazwischen wird ein großzügiger Kolk angelegt. Der obere, einsehbare Abschnitt wird mit größeren Höhensprüngen und steilerer Neigung errichtet.

 
Abmessungen:

Gesamtlänge:
Maximale Breite:
Höhenunterschied:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 60 m
ca. 12 m
ca. 3,15
19 Stück
ca. 1:15/1:30
0,15 m/0,20 m
60 cm
Gesamtabfluss Saynbach

 

Fertig gestellter oberer Abschnitt
Blick auf den unteren Abschnitt
Erste Probebefischung
Bericht aus der lokalen Presse vom 10.09.08
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Neubau Kraftwerk Dogern - Ökologische Ausgleichsmaßnahmen
Bauherr/Auftraggeber:
Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG)
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planung
- Ausschreibung
- Baubegleitung / Bauleitung
 
Im Zuge der Neukonzession des Rheinkraftwerks Albbruck-Dogern AG wird am Stauwehr auf der Schweizer Seite ein neues Wehrkraftwerk errichtet. Mit dem Bau des Wehrkraftwerks ist die Durchführung von ökologischen Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen zur Erhöhung der Strukturvielfalt verbunden. Es handelt sich hierbei sowohl um Maßnahmen im Unterwasser als auch im Stauraum des Wehres.
  

Landespflegerischer Begleitplan - Übersicht
Klick auf das Bild öffnet LBP als pdf (ca. 2,8 MB)   
  

Geplante Ausgleichs- und Strukturmaßnahmen

- Wiederherstellung der früheren Kiesinseln bei Full (zwischenzeitlich ausgeführt)
- Aufwertung der best. Vogelinsel
- Dauerhafte Kiesschüttungen im Altrhein
- Strukturierungsmaßnahmen im Altrhein
- Gestaltung von 3 Buhnen im Altrhein
- Verschiedene kleinere Maßnahmen im Altrhein
- Kieszugabe im Altrhein
- Fischgängige Blockrampe in der Albmündung


Wiederherstellung der früheren Kiesinseln bei Full

Vor dem Bau des KW Albbruck-Dogern befanden sich oberhalb des Stauwehres im Bereich der Ortschaft Full am Schweizer Ufer zwei langgestreckte Inseln. Diese Inseln sind heute nicht mehr vorhanden, jedoch ist der Uferbereich in diesem Abschnitt relativ flach. Es ist nun vorgesehen, an dieser Stelle zwei neue Inseln mit kiesigem Aushubmaterial zu schaffen. Die obere Insel besitzt eine Länge von ca. 185 m, die untere Insel eine Länge von ca. 160 m, bei einer Breite von ca. 15 – 20 m. Die Inseln werden aus dem anstehenden Sohlmaterial des Rhein geschüttet. Hierfür wurde auf einer Fläche von 50.000 m² die Rheinsohle um maximal 1,0 – 1,5 m abgetragen. Das benötigte Volumen für die beiden Kiesinseln beträgt ca. 20.000 m³.

 

Uferbereich der oberen Insel nach Abschluss der Schüttungen
Blick von der unteren Insel auf die obere Insel Full


Aufwertung der best. Vogelinsel

Die bestehende Insel am deutschen Ufer unmittelbar oberhalb des Stauwehres wird jeweils ca. 60 m nach Ober- und Unterwasser verlängert. Vor die bestehende Vogelinsel werden 4 weitere Inseln geschüttet.

Zusammenfassende Angaben zur Vogelinsel:

Länge:
Breite:
Volumen Inselschüttung:

ca. 250 m
ca. 40 - 50 m
ca. 5.400 m³

  
Zwischen der best. Insel und den neuen Inseln wurde eine tiefere Rinne geschaffen.
Um zukünftig eine Störung des Gebiets durch Spaziergänger zu vermeiden, wurde zwischen dem Rheindamm und der best. Insel eine stetig durchströmte Rinne angelegt.


Fischgängige Blockrampe in der Albmündung

Durch diese Maßnahme wird ein ca. 1,80 m hoher künstlicher Absturz in der Albmündung in eine naturnahe Blockrampe umgestaltet.

Zusammenfassende Angaben zur Blockrampe:

Länge:
Breite:
Breite NW-Rinne:
max. Höhenunterschied
mittl. Gefälle:
MNQ:
ca. 35 m
13 m
4 - 6 m
1,80 m
1 : 20
1,1 m³/s
 
Blick von Oberwasser auf die fertig gestellte Rampe.
Oberhalb wurde mit dem Material der Baustraße das Gewässerbett strukturiert.
Blick von UW auf die Blocksteinrampe, rechts das Maschinenhaus

Strukturierungsmaßnahmen im Altrhein

Im Altrhein sind die folgenden Strukturierungsmaßnahmen vorgesehen:

  1. Gestaltung von 2 Schluten auf der Oberen Au-Insel
  2. Dauerhafte Kiesschüttungen im Altrhein
  3. Strukturierungsmaßnahmen im Altrhein

 

A. Gestaltung von 2 Schluten auf der Oberen Auinsel

Durch die Gestaltung einer dauerhaft durchströmte Schlute (untere Schlute) sowie einer Schlute die nur bei Hochwasser beaufschlagt wird (obere Schlute) soll der Auenwald wieder besser an die Abflussdynamik des Altrheins angebunden werden.

Untere Schlute:
Die untere Schlute ist ganzjährig durchflossen und weist einer Sohlbreite von ca. 4 – 8 m auf. Zur besseren Durchströmung wurde im Einlaufbereich ein Strömungslenker aus Holzstämmen errichtet.

Blick vom Schwadenlocher Steg in die Schlute
Einlauf Schlute nach Fertigstellung des Strömungslenkers

Obere Schlute:
Die Obere Schlute ist bereits weitgehend im Gelände vorhanden und lediglich durch die Verwallung am Ufer vom Altrhein abgeschnitten. Durch die Maßnahme wurde die Obere Schlute wieder an den Altrhein angeschlossen und eine Verbindung zur Unteren Schlute geschaffen. Wie bei der unteren Schlute wurde zur besseren Durchströmung im Einlaufbereich ein Strömungslenker aus Holzstämmen errichtet. Lediglich im Einlaufbereich erfolgte ein Geländeabtrag. Die Sohle wurde in diesem Bereich trichterförmig abgetragen.

Einbau Baumstämme in den Strömungslenker
Im Einlaufbereich wurde das Gelände abgetragen, um bei Hochwasser eine bessere Durchströmung zu gewährleisten.

B. Dauerhafte Kiesschüttungen im Altrhein

An 3 Stellen wird im Altrhein durch Kiesschüttungen bestehende Kiesbänke vergrößert bzw. neu angelegt.

Gesamtlänge:
Breite:
Gesamtvolumen
ca. 1090 m
10 - 30 m
ca. 13.400 m³
Obere Kiesschüttung nach Fertigstellung bei höherer Wasserführung im Altrhein
Kiesbank unterhalb des Schwadenlocher Stegs nach Fertigstellung (März 2009)

C. Strukturierungsmaßnahmen im Altrhein

Schaffung von Uferanrisse bei den Auenwäldern/Raubäume im Uferbereich

Raubaum am Ufer.
Wegen der vorhandenen Uferbefestigung (Pflasterung) konnten die Raubäume nicht in die Böschung eingebunden werden, sondern mussten mit Felsgestein beschwert werden.
Neu erstellter Uferanriss am schweizer Ufer.
Insgesamt wurden 4 Uferanrisse (jeweils 2 auf der deutschen bzw. schweizer Seite) geschaffen.
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Optimierung Beckenfischpass am Kraftwerk Wyhlen
Bauherr/Auftraggeber: Energiedienst AG
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planung 
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
An dem Kraftwerk Wyhlen werden die vorhandenen Fischaufstiegsanlagen verbessert:

- Am Stauwehr wurde im Frühjahr 2005 der bestehende Fischpass durch einen Fischlift ersetzt.
- Nun erfolgt der Umbau / Optimierung des Beckenfischpasses neben dem Maschinenhaus.

Die bisher durchgeführten Zählungen der aufsteigenden Fische zeigten, dass der Beckenfischpass zwar im Vergleich zu anderen Fischpässen an den Hochrheinkraftwerken recht gut funktioniert, eine Überprüfung des Fischpasses ergab aber, dass es verschiedene Defizite gibt und eine Optimierung deshalb sinnvoll ist:

- Die bisherige Mündung liegt nicht optimal und kann nicht von allen Fischen gefunden werden.
- Der Höhenunterschied an den einzelnen Stufen im Fischpass ist für einige Fischarten zu groß.

Optimierungsmaßnahmen

- Verlegung der Fischpassmündung direkt neben den Auslauf der 1. Turbine. Zur Sicherung der best. Bausubstanz und um die Verlegung der Mündung zu ermöglichen, wurde vorgängig eine Spundwandkonstruktion parallel zur Ufermauer bis zum Turbinenauslauf eingebaut.
- Das Längsgefälle des Fischpasses wird durch die Verlängerung um 30 m reduziert.
- Die bestehenden Trennwände aus Beton werden abgebrochen und der  Fischpass als naturnaher Raugerinne-Beckenpass mit großem Natursteinmaterial aus Kalkstein neu gestaltet.
- Mit einer Bypassleitung wird vom Rhein oberhalb des Einlaufes in den Fischpass ein zusätzlicher Abfluss an die Fischpassmündung geführt, um eine Leitströmung an der Mündung zu erzeugen.

 

01_Spundwand 02_Beckenpass
Blick vom Baukran auf den Einlauf, Zählbecken (linker, oberer Bildrand) und den Verlauf des Fischpasses in Richtung Unterwasser. Am rechten Bildrand liegt die Mündung neben dem Turbinenauslauf.
Ansicht Zählbecken
rechts daneben verläuft unter dem Gitterrost der Fischpass
03_Zufahrt 04_Kontrollbecken
Mittlerer Abschnitt des Fischpasses nach Abschluss der Inbetriebnahme.
Blick vom Baukran auf den unteren Abschnitt entlang des Unterwasserkanals bis zur Mündung (unterer Bildrand)
01_Spundwand 02_Beckenpass
Unterer Abschnitt des Fischpasses nach Abschluss der Inbetriebnahme. Die Mündung liegt unmittelbar neben dem Turbinenauslauf.
Details Mündung
Über die Bypassleitung wird ein zusätzlicher Abflussanteil oberhalb der Mündung eingeleitet. Der Abfluss wird durch zwei relativ breite Öffnungen in das UW abgeführt. Eine Mündung erfolg auf die Saugschlauchdecke, die zweite Mündung unmittelbar neben dem Turbinenauslauf entlang der Spundwand
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Fischweg Wehr Damsau

In der Ausleitungstrecke unterhalb des Stauwehres befindet sich das Wehr Damsau mit einem 260 m langen festen Wehrrücken und einem beweglichen 14 m breiten Dachwehr. 

Der Fischweg wird als Blocksteinrampe neben dem Dachwehr errichtet. Diese Lage wurde gewählt, da der Abfluss und die Strömung auf den Dachwehrbereich konzentriert ist und die Fische zwangsläufig zu diesem obersten Wehrbereich gelangen. 

Der Abfluss erfolgt über Lücken zwischen den Blocksteinen. Die Blocksteine werden so angeordnet, dass sich innerhalb der Rampe jeweils nebeneinanderliegende, in Längsrichtung versetzte Becken ergeben. Der Abfluss erfolgt nun zum Teil über den direkten Weg in Längsrichtung, aber auch über den indirekten Weg, über das benachbarte Becken. Hierdurch wird der Fliessweg verlängert, sodass sich entlang des Fliessweges und damit des Aufstiegsweges der Fische eine geringere Steigung ergibt. Diese Struktur bietet den Vorteil einer aufgelockerten, vielfältigen Fliessstruktur, die auch leistungsschwachen Arten einen Aufstieg ermöglicht.


Technische Daten


Wasserspiegelunterschied:
Gesamtlänge
Breite:
Mittl. Gefälle:
Abfluss:
Wassertiefe:  




3,0 m
ca. 50 m
 10 - 20 m
1:15
1,8 m3/s
0,8 – 1,0 m

Der Fischweg wurde am 18.09.2007 in Betrieb genommen.
Durch die Eintiefung in der Wehrkrone unterhalb des Fischweges wird die Leitströmung zum Fischweg deutlich verbessert.
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Durchgängigkeit der Ruhr

Fischweg Wehr Velmede und Einschwimmsperre Untergraben WKA Eversberg

 

Bauherr/Auftraggeber:

RWE Power AG Essen
Abteilung Regenerative Erzeugung

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten:

- Wasserrechtlicher Antrag für die Wasserkraftanlagen Velmede und Eversberg
- Planung Durchgängigkeit der Ruhr
- Ausschreibung
- Bauüberwachung

 

Gesamtprojekt

Das Wasserrecht für die Wasserkraftanlagen Velmede und Eversberg wurde für den Weiterbetrieb der Anlagen erneuert, wofür ein Wasserrechtsverfahren zur Erlangung einer gehobenen wasserrechtlichen Erlaubnis gemäß §25 a LWG NRW erforderlich war. Dies umfasste die Dokumentation der baulichen und betrieblichen Gesamtsituation und die Planung der erforderlichen Anpassungsmaßnahmen, insbesondere die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Ruhr im betroffenen Abschnitt.

Die Wasserkraftanlagen Velmede und Eversberg sind sog. Ausleitungskraftwerke, d.h. das zu verarbeitende Wasser wird an der Stauanlage Velmede aufgestaut und durch einen Triebwasserkanal den Anlagen zugeführt. Die Stauanlage Velmede befindet sich bei Flusskilometer 190,090 im Ortsteil Velmede der Gemeinde Bestwig (Hochsauerlandkreis).

An der Stauanlage wird das Betriebswasser für beide Anlagen in einen Triebwasserkanal, dem Obergraben der WKA Velmede, abgeleitet. Dieser führt nach ca. 900 m das Betriebswasser der WKA Velmede zu. Unterhalb der WKA Velmede schließt der Untergraben der WKA Velmede und an diesen der Obergraben der WKA Eversberg an. Im Anschluss an die WKA Eversberg folgt der Untergraben WKA Eversberg, der bei Ruhrkilometer 187,270 das Wasser wieder in die Ruhr abgibt.

Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis war die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit im betroffenen Gewässerabschnitt. Derzeit ist weder ein Aufstieg über die Ausleitungsstrecke noch über den Triebwerksgraben möglich.

Das Gesamtkonzept zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Ruhr umfasst im Wesentlichen drei Maßnahmen:

- Die Errichtung eines Fischweges an der Stauanlage Velmede, bestehend aus Fischaufstiegs- und Fischabstiegsanlage

- Die Errichtung einer Einschwimmsperre in den Untergraben der WKA Eversberg

- Die Umgestaltung eines ehemaligen Wiesenwässerungswehres (Öhler Wehr), das nicht mehr genutzt wird.
  (derzeit im Planungsstadium)

 

Fischweg Wehr Velmede

Um sowohl substratorientierten und leistungsschwachen Arten sowie großen Fischen einen Aufstieg zu ermöglichen, wird ein Schlitzpass im bestehenden Leerschuss des Stauwehrs Velmede errichtet. Die Mündung erfolgt unterhalb des Trennpfeilers zwischen Leerschuss und Wehrfeld.

Der Höhenunterschied von ca. 2.7 m wird über 18 Becken einschließlich einem Ruhebecken mit einer maximalen Wasserspiegeldifferenz von 15 cm abgebaut. Der Fischpass wird auf einen Abfluss von 300 l/s ausgelegt. Am Einlauf in den Kraftwerkskanal wird ein Feinrechen errichtet, der verhindern soll, dass abwandernde Fische in die Turbinen gelangen. Über den Bypass wird vom Feinrechen aus das Abwandern in die Ausleitungsstrecke ermöglicht. 

Über den Bypass wird ein Abfluss 300 l/s abgeführt. Insgesamt wird die Ausleitungsstrecke unterhalb des Wehres somit über Fischauf- und Fischabstiegsanlage mit einem Mindestabfluss von Q = 600 l/s beaufschlagt.

Einschwimmsperre Untergraben WKA Eversberg

Um das Einschwimmen von Fischen in den Untergraben der WKA Eversberg zu verhindern (die damit in eine "Sackgasse" schwimmen würden) und in die Ausleitungsstrecke zu leiten, ist folgendes Gestaltungskonzept vorgesehen:

Im Mündungsbereich des Untergrabens in die Ruhr wird über die gesamte Gewässerbreite eine Sohlschwelle eingebaut, die als Verhaltensbarriere und als Leiteinrichtung dient und aufwandernde Fische in die Ausleitungsstrecke (Ruhr) führt. Über der Schwelle hängt ein Vorhang aus Ketten in das Gewässer, der als mechanische Barriere fungiert, die Fische an der Überwindung der Schwelle hindert. Zusätzlich entsteht durch die Bewegung der Kettenglieder ein Scheucheffekt (Verhaltensbarriere).

 

Gesamtübersicht über den betroffenen Abschnitt der Ruhr

 

Einschwimmsperre im Mündungsbereich des Untergrabens
 
Einschwimmsperre
 
Neuer Feinrechen als Einschwimmhindernis in den Kanal
 
Blick auf den neuen Schlitzpass
 
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