Ingenieurbüro

 

Dr.-Ing. Rolf-Jürgen Gebler

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R.-J. Gebler, 2005: Entwicklung naturnaher Bäche und Flüsse

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R.-J. Gebler, 2009: Fischwege und Sohlengleiten  - BAND 1


Auszüge aus den Publikationen und aktuelle Preise sowie Bestellinformationen
sind auf der Webseite des Wasserverlages zu finden.

Wasserverlag.de

 

Zur Zeit sind folgende Projekte in der Ausführung bzw. wurden in letzter Zeit abgeschlossen:
Zurzeit in Bau: - Neubau Dynamische Flussaue Rupperswil-Auenstein
- Fischpass am Dotierkraftwerk Wehr Rupperswil-Auenstein
-
Fischweg an der Moselstaustufe Koblenz  
- Neubau KW Rheinfelden am Rhein

 

 

In letzter Zeit abgeschlossen: - Neubau Kraftwerk Dogern am Rhein - Verbindungsgewässer
- Neubau Kraftwerk Dogern am Rhein - Sanierung Fischpass

- Kraftwerk Werfen / Pfarrwerfen (A) an der Salzach

- Fischrampe Wehr Straub AG an der Breg in Bräunlingen
- Umgestaltung Elisabethenwehr an der Nahe (Bad Kreuznach)
- Umgestaltung des Wehres Niedaltdorf an der Nied
- Fischaufstieganlage am Wehr der Itteler Mühle an der Kyll
- Ökol. Durchgängigkeit der Queich in Germersheim
- Umgestaltung des Wasserfalls in Isenburg am Saynbach
- Neubau Kraftwerk Dogern am Rhein - Ökologische Ausgleichsmaßnahmen
- Optimierung Beckenfischpass am Kraftwerk Wyhlen am Rhein
- KW Rheinfelden am Rhein - Fischpass am Wehrpfeiler

 
















 

Dynamische Flussaue Rupperswil-Auenstein
Bauherr/Auftraggeber:


Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt
Abteilung Landschaft und Gewässer
 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten:


- Planung
- Ausschreibung
- Baubegleitung / Bauleitung
 

Der Kanton Aargau plant östlich von Aarau bis nach Wildegg ein weitgehend zusammenhängendes Auenschutzgebiet zu schaffen. In diesem Gebiet sollen verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung, Erhaltung und Entwicklung einer intakten Auenlandschaft umgesetzt werden.

Im Rahmen des Auenschutzparkes Aarau-Wildegg wird nun unterhalb des Stauwehres des Kraftwerkes Rupperswil-Auenstein (KRA) der kanalisierte Flussabschnitt (Alte Aare) auf einer Länge von ca. 1,8 km in eine dynamische Flussaue umgestaltet
 

 •  Schaffung eines neuen Seitengewässers: Das Seitengewässer weist ein steileres Längsgefälle als die Alte Aare
     auf, wodurch eine höhere  Erosionskraft und damit eine dynamische Auenentwicklung erreicht werden.
 •  Um das steilere Gefälle realisieren zu können, mündet das Seitengewässer unterhalb einer in der 
    Ausleitungsstrecke liegenden Sohlschwelle  (Aareabsturz).
 •  Durch bauliche Maßnahmen (Wasserteiler) in der Alten Aare am Einlauf in das Seitengewässer wird der Abfluss
    in das Seitengewässer gelenkt.
 •  Die vorhandene, massive Ufersicherung am rechten Ufer wird soweit möglich entfernt, um die eigendynamische
    Entwicklung (Erosion) zu fördern.
 •  Strukturierung der Alten Aare unterhalb des Einlaufes in das Seitengewässer zur Schaffung von neuen
    Lebensräumen.
 •  Anbindung des Steinerkanals an das Seitengewässer. Da die Sohle des Seitengewässers tiefer liegt, wird zur
    Überwindung des Höhenunterschiedes an der neuen Mündung eine Blocksteinrampe erstellt.
 •  Um die aquatische Durchgängigkeit der Sohlschwelle in der Alten Aare (Aareabsturz) zu schaffen, wird am
    südlichen Rand des Absturzes eine Teilrampe errichtet.
 •  Zur Besucherlenkung werden zwei Fußgängerstege über die Alte Aare und den Unterwasserkanal des
    Kraftwerkes erstellt.
   



Gesamtlageplan Maßnahmen Flussaue Rupperswil - Auenstein
zum Vergrößern anklicken (ca. 1 Mb)

 


Angaben zum Seitengewässer:

Gesamtlänge:                                  1500 m
Mittlere Sohlbreite:                           20 m
Mittlere Profilbreite (Böschung):      30 m
Mittleres Sohlgefälle:                       0,8 ‰ / 5,7 ‰ (Mündung)
Minimale Wassertiefe:                    0,50 m (bei Q = 15 m³/s)

Minimale Fließgeschwindigkeit:      0,30 m/s (bei Q = 15 m³/s)
Aushubmaterial (gesamt)               ca. 280'000 m³
 

 
  Bau Seitengewässer
 
 

Blick vom Unterwasser in das Seitengewässer, rechter Bildrand: Teilrampe Aareabsturz / Aare

Blick auf die Trasse des Seitengewässers von UW. Beginn der Aushubarbeiten (Stand April 2010)

Transport Kiesmaterial zur Strukturierung der Alten Aare
 

Detailbild Querriegel in der Mündungsrampe. In jeden Riegel sind drei vertikale Schlitze mit einer Breite von 0,2 – 0,35 m integriert.


Angaben Mündungsrampe Steinerkanal:

Höhendifferenz:                                   h
max= 2,40 m
Neigung der Mündungsrampe:              1:30
Breite der Mündungsrampe:                 10 – 15 m
Wasserspiegeldifferenz je Steinriegel:   Δh= 0,10-15 m
 

 
  Steinerkanal
 
 

Blick vom Steinerkanal auf die geflutete Rampe.

Ansicht von Unterwasser auf die Rampe: Strukturierung der Ufer durch Felsgestein, Kies und Totholz.


Angaben Teilrampe Aareabsturz:

Höhendifferenz:                                       h
max= 0,60 m
Neigung der Teilrampe:                          1:30
Wasserspiegeldifferenz je Steinriegel:   Δh= 0,15 m
 

 

  Teilrampe
 

 

Bauphase: Im Vordergrund ist der Übergangsbereich zur Rampe erkennbar. Steinmaterial des Aaredamms wurde als Raupflaster eingebaut. Am rechten Bildrand: Spundwand der best. Wehrsicherung (wurde abgebrannt).
 

Bauphase: linker Bereich der Teilumgestaltung abgeschlossen, Riegel und Packlage werden gesetzt.

Teilrampe nach Fertigstellung im April 2010.

Gut sichtbar ist auf diesem Bild der geschwungene Verlauf der Querriegel.

   

Blick von Unterwasser auf die fertiggestellte Teilrampe. Bildquelle: B. Schelbert

   

 

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Fischpass am Dotierkraftwerk Wehr Rupperswil-Auenstein
Auftraggeber:


Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt
Abteilung Landschaft und Gewässer
 


Bauherr:

 

Kraftwerk Rupperswil-Auenstein

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten:


- Genehmiguingsplanung
- Begleitung der Ausführungsplanung
- Baubegleitung
 

Die Ausleitungsstrecke des Kraftwerkes Rupperswil–Auenstein wird zukünftig entsprechend einer Vereinbarung zwischen dem Kraftwerk und dem Kanton Aargau mit einem deutlich erhöhten Mindestabfluss beschickt. Zur energetischen Nutzung dieses Abflusses wird zurzeit am rechten Ufer des Wehres ein neues Kraftwerk mit einem Ausbauabfluss von 25 m³/s errichtet.

Um den Fischaufstieg an diese Stelle zu ermöglich wird vom Unterwasser des neuen Kraftwerkes eine Verbindung zum bestehenden Umgehungsgewässer geschaffen.

Diese Fischaufstiegsanlage führt von der Turbinenmündung / Saugschlauchende als Vertical-Slot-Pass (Schlitzpass) entsprechend dem folgenden Konzept zum naturnahen Gewässerlauf des bestehenden Umgehungsgewässers. Der weitere Aufstieg in das Oberwasser des Wehres erfolgt dann über das Umgehungsgewässer.

Schlitzpass / Fischaufstiegsanlage
 

 • Der Schlitzpass zweigt 80 m unterhalb des Wehres vom Umgehungsgewässer ab und verläuft in einem Betongerinne.
 • Zur Funktionskontrolle wird am Einlauf in den Schlitzpass ein Zählbecken errichtet.
 • Nach der Querung des Dammes verläuft der Schlitzpass parallel zur Aare in der Uferböschung zum Kraftwerk.
 • Die Mündung in das Unterwasser des Dotierkraftwerkes erfolgt in Fließrichtung an der Saugschlauchmündung über einen
   Sammelkanal.
 • Der Sammelkanal wird als Betongerinne gestaltet und weist eine Breite von 1,5 m und eine Wassertiefe von min. 0,95 m auf.
   Der Kanal reicht über die gesamte Breite des Turbinenauslaufes.
 • Von dem Sammelkanal zweigen drei Öffnungen in das Unterwasser des Kraftwerkes ab: Zwei jeweils direkt in Verlängerung
  der Unterwasserkanalmauer, eine in der Mitte des Kanals. Dauerhaft betrieben werden die beiden seitlichen Öffnungen, die
  mittlere Öffnung wird mit einem Stahlblech verschlossen und kann bei Bedarf geöffnet werden.

Lageplan Schlitzpass


Zusammenfassende Angaben Schlitzpass:
 

Abfluss:                                                  0,5 – 0,6 m³/s
Gesamtlänge:                                        ca. 95 m
Höhenunterschied:                                5,30 m
Wassertiefe:                                          1,21 m (unterhalb Querwand bei 600 l/s)
                                                              1,38 m (oberhalb Querwand bei 600 l/s)
Schlitzweite:                                         0,30 m
Wasserspiegeldifferenz pro Becken:     0,17 m
Beckenlänge:                                        3,0 m
Lichte Beckenlänge:                             2,85 m
Breite des Schlitzpasses:                      2,1 m
Neigung der Sohle:                              1:18
Anzahl Becken:                                    30

 

   

Blick auf die Baugrube im Unterwasser, links Maschinenhaus / Auslauf Turbine, davor die teilweise abgebrochene Ufermauer

Zwischenzeitlich ist die Turbine in Probebetrieb (Baugrube geflutet).


Angaben Mündungsrampe Steinerkanal:

Höhendifferenz:                                   h
max= 2,40 m
Neigung der Mündungsrampe:              1:30
Breite der Mündungsrampe:                 10 – 15 m
Wasserspiegeldifferenz je Steinriegel:   Δh= 0,10-15 m
 

 
   

In dem unteren Abschnitt des Schlitzpasses werden die Trennwände (Fertigteile) und das Sohlenmaterial eingebaut.

Die Fischpassrinne wird abschnittsweise erstellt, rechter Bildrand: Ufermauer.

   
   
   

 

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                                                       Fischweg an der Moselstaustufe Koblenz

Bauherr/Auftraggeber: Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz Koblenz

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Vorstudie zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit (für alle Moselstaustufen
   zwischen Koblenz und Trier)
- Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Die Staustufe Koblenz ist vom Rhein her das erste Wanderhindernis in der Mosel. Ein bestehender Beckenpass am Kraftwerk der Staustufe Koblenz, am rechten Ufer, ist zu klein dimensioniert. Des Weiteren ist mit der Anordnung der Mündung, ca. 50 m unterhalb der Wasserkraftanlage die Auffindbarkeit des Fischaufstieges nur eingeschränkt gewährleistet. Das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, beabsichtigt den Bau eines funktionstüchtigen Fischpasses an der Wasserkraftanlage der Staustufe Koblenz.
Der Fischweg wird als "Vertical-Slot-Fischpass" gestaltet. Der "Vertical-Slot-Fischpass" ist durch einen auf der gesamten Beckenhöhe offenen Schlitz in der Querwand gekenn¬zeichnet. Hiermit ergibt sich die Möglichkeit, ein innerhalb des Fischauf¬stieges durchgehendes Sohlsubstrat zu schaffen.


Der Fischweg unterteilt sich in die folgenden Abschnitte bzw. Bauwerke:
   •    Schlitzpass im Bereich Krafthaus,
   •    Schlitzpass unterhalb Krafthaus,
   •    Mündungsbauwerk
   •    Dotierwasserzugabe,
   •    Raugerinne / Sohlanschluss,
   •    Zähl- und Kontrollstation,
   •    Besucherzentrum,
   •    Vorrichtungen für den Fischabstieg.


Schlitzpass im Bereich Krafthaus:
Im Bereich des Krafthauses wird das Gerinne des bestehenden Fischpasses genutzt. Im Gerinne wird ein Schlitzpass errichtet, die Querwände werden neu eingesetzt. Hier wird nur ein geringer Höhenunterschied überwunden.


Schlitzpass unterhalb des Krafthauses:
Unterhalb des Krafthauses wird der Schlitzpass in einem neuen Gerinne weitergeführt. Das neue Gerinne wird wesentlich großzügiger gestaltet. Direkt unterhalb des Krafthauses soll auch die Mündung des Fischweges angeordnet werden. Daher wird in diesem Abschnitt der Fischweg auf einer oberen Ebene über das Mündungsbecken hinweg geführt.
Durch die, im weiteren Verlauf mehrfach gewundene Linienführung wird eine kompaktere Bauweise erreicht. Die Kehren werden zum Teil als Ruhebecken mit ausreichender Wassertiefe und ausreichender Beckengröße dimensioniert.
Der Rückstau des Rheines von UW her wirkt sich weit in das Gerinne hinein aus. Im unteren Abschnitt werden die Querwände und ebenso die Seitenwände soweit hochgezogen, dass nahezu über das ganze Jahr der Fischweg nicht überströmt wird.


Mündungsbauwerk:
Das Mündungsbauwerk liegt unmittelbar neben dem Auslauf der Wasserkraftanlage. Der Abfluss aus dem Fischweg wird durch zwei Einstiege aus dem Unterwasser, quer und längs zur Fließrichtung der Mosel eingeleitet.
Damit das Bauwerk auch bei steigenden Unterwasserständen aufgefunden wird, müssen die Querschnitte der Mündungsöffnungen, relativ konstant gehalten werden. Die Mündungsöffnungen werden daher mit mehrfeldrigen Tafelschützen reguliert, so dass bei allen Unterwasserständen eine wahrnehmbare Leitströmung vorhanden ist.
Eine Aalleiter stellt für Aale eine zusätzliche Verbindung zwischen Sohle und Einstieg am Mündungsbauwerk her. Diese Aalleiter stellt jedoch keinen vollständigen Anschluss an die Gewässersohle dar, so dass ein Einstieg für alle bodenorientierten und substratgebundenen Arten an dieser Stelle nicht möglich ist. Ein Anschluss an die Gewässersohle ist mit einer naturnahen Lösung weiter im Unterwasser vorgesehen. Im unteren Bereich des Fischpasses zweigt ein Raugerinne vom Schlitzpass ab. Der Wasserspiegelunterschied im Raugerinne wird durch lückig gesetzte Blocksteine abgebaut.


Dotierwasserzugabe:
Zur Erhöhung der Leitströmung wird ein zusätzlicher Abfluss in das letzte Becken eingeleitet. Die Wasserzufuhr von Oberwasser erfolgt über einen bestehenden Kanal.
Um den anstehenden Höhenunterschied entsprechend umzuwandeln und zu nutzen, wird eine Dotierwasserkraftanlage errichtet. Der Einbau der Turbine erfolgt in einem eigens dafür errichteten Kraftwerksschacht neben dem Mündungsbecken. Betreiber der Turbine ist die RWE-Energie-AG.


Besucherzentrum:
Das Gerinne wird unterwasserseitig der Dotierwasserkraftanlage an einem Besucherzentrum vorbeigeführt. Zweck des Besucherzentrums ist, die Bedeutung der ökologischen Durchgängigkeit am Beispiel des Fischweges in Koblenz einer breiten Öffentlichkeit transparent darzustellen. Das Gebäude soll für Ausstellungen zum Thema Gewässer (Fischerei, Gewässerökologie, Energie und Schifffahrt) entwickelt und gebaut werden. Das Besucherzentrum wird als geschlossenes Bauwerk über mehrere Etagen ausgeführt.
In der untersten Etage wird die Beobachtungsstation eingerichtet. In der rechten Seitenwand des Betongerinnes werden hierzu Sichtfenster integriert. Durch die Fenster kann vom Besucherzentrum aus in den Fischweg eingesehen werden.
Das Besucherzentrum wird durch das Büro VON CANAL ARCHITEKTEN & INGENIEURE geplant.



Zähl- und Kontrollstation:
Es ist beabsichtigt, im Bereich des Fischweges längerfristig die Funktion der Anlage und auch das Artenspektrum der Mosel zu kontrollieren. Die Anlage wird mit einem Zählbecken im Nebenschluss, unterhalb des Besucherzentrums durchgeführt. Dazu wird neben dem Gerinne des Fischweges eine separate Kammer angeordnet.
Für die Funktionskontrolle wird der Fischweg neben dem Zählbecken mit einem Schütz verschlossen, der gesamte Abfluss des Fischweges fließt anschließend über eine Überfallschwelle in das Zählbecken. Die wandernden Fische schwimmen in das Zählbecken ein, das Auswandern aus dem Zählbecken ist bedingt durch die Konstruktion kaum mehr möglich.
Zur Entnahme der Fische wird, nach dem Schließen des Ein- und des Auslaufes, das Zählbecken über einen Grundablass entleert.
Zur Hälterung der entnommenen Fische werden zwei Hälterbecken angeordnet.
Weitere Möglichkeiten zur elektronischen Überwachung und Funktionskontrolle werden im Bereich des Besucherzentrums, sowie in sonstigen Bereichen des Fischweges vorgesehen.


Vorrichtungen für den Fischabstieg:
Derzeit existieren für große Wasserkraftanlagen noch keine Vorgaben für geeignete Schutz- und Abwanderungseinrichtungen. Soweit sinnvoll, werden jedoch bereits jetzt schon Vorkehrungen getroffen, die den Einbau einer späteren Fischschutz- und Fischabstiegsanlage erleichtern. Vom Oberwasser her werden daher neben der Wasserkraftanlage, zum Fischweg hin mehrere Mauerddurchbrüche (sog. Bypassöffnungen) hergestellt. Die Durchbrüche werden mit einem Verschluss und mit Führungsschienen versehen. Die Führungsschienen erlauben das Einsetzen von Stahlelementen zur Optimierung der Einlaufquerschnitte. Es soll schon nach Fertigstellung der Anlage, die Akzeptanz der Bypassöffnungen an verschiedenen Standorten getestet werden.

 
Abmessungen:

Länge des Fischweges:
Beckenbreite:
Beckenlänge:
Schlitzbreite:
Anzahl Querwände:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 




1,80 m im oberen Abschnitt, 2,70 m im unteren Abschnitt
≥ 3,80 m
0,45 m
39 Stück
0,15 m
1,10 – 1,25 m
bis ca. 800 l/s im Fischweg,
zuzüglich bis 4,5 m³/s über die Dotierturbine


Mündung Fischwechselanlage

                              Moselstaustufe Koblenz - Gesamtlageplan

 
  Herstellung der Bohrschablone

 

  Sohlräumung im Oberwasser
 
       Vorbereitungsarbeiten, Wegebau für Rad- und Gehwegeumleitung, Kabelverlegungen,
       Baustelleneinrichtungen, etc
Kampfmittelsondierungen 

      Herstellen der Bohrpfahlwand

        Blick über die Baugrube im Unterwasser

       Herstellen der Rueckverankerung der Bohrpfahlwand

        Wasserhaltung im Oberwasser
 

               Arbeiten am Einlauf in den Fischweg

 
   

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Fischrampe Wehr Straub AG an der Breg in Bräunlingen
Bauherr/Auftraggeber: Regierungspräsidium Freiburg

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Am Wehr der Firma Straub AG in Bräunlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis, wird das Wasser der Breg aufgestaut und ein Abflussanteil von bis zu 3,6 m³/s zur Energiegewinnung in den Triebwerkskanal umgeleitet.

Bisher existiert am Wehr keine Fischaufstiegsanlage, wodurch das Bauwerk ein erhebliches Wanderhindernis für die Gewässerfauna darstellt. Diese Tatsache wird nun durch den Bau einer naturnahen Teilrampe geändert, so dass eine uneingeschränkte Passierbarkeit für Fische und andere Organismen ermöglicht wird.

Zu diesem Zweck wird der bestehende Wehrkörper entlang des rechten Ufers über eine Breite von ca. 6 m abgerissen. Um die Stabilität des Bauwerks zu gewährleisten, werden in diesem Abschnitt Riegel und Sohlmaterial in eine massive Betonsohle eingebunden. Unterhalb des Wehrrückens wird das Raugerinne linksseitig durch eine seitliche Anrampung aus drei Riegeln ergänzt. Diese Maßnahme dient der Stabilisierung des naturnahen Bauwerks und bietet zudem bei höheren Abflüssen eine zusätzliche Aufstiegsmöglichkeit.

Zur Sicherung des Dammfußes entlang des rechten Ufers wurde dieser mit großen Blocksteinen abgestellt und mit Unterwasserbeton hinterfüllt.

 
Abmessungen:

Gesamtlänge:
Höhenunterschied:
Lichte Beckenbreite:
Lückenbreite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 32,5 m
1,90 m
4,50 m
0,30 m
13 Stück
1:18
0,15 m
0,70 m
300 l/s

 

Versetzte Anordnung der Lücken, um eine günstige Strömung in den Becken zu erhalten.
Aufbau der Sohle aus großen Blocksteinen. Die Zwischenräume werden mit kleinerem Steinmaterial verfüllt.
Blick auf die neu errichtete Teilrampe.
Blick von unterhalb auf den Fischaufstieg. Gut zu erkennen sind die versetzte Anordnung der Lücke und der kontinuierliche Abbau der Höhendifferenz

 

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Neubau Kraftwerk Rheinfelden (Hochrhein)
Bauherr/Auftraggeber:
Energiedienst AG
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Teilbereiche der UVS (incl. Planung des neu zu errichtenden Flusslaufs)
- Planung der ökologischer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
- Ausschreibung und Bauleitung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Modell des bestehenden Ausleitungskraftwerks. Das Wasser wird am Wehr ausgeleitet, das Krafthaus befindet sich am unteren Ende des Werkkanals.
Modell des zukünftigen Flusskraftwerks. Im ehemaligen Werkkanal wird ein neuer Flusslauf mit naturnahen Strukturen geschaffen. Der Abfluss im Umgehungsfluss beträgt im Normalbetrieb 10 - 20 m³/s
Aktuelle Bilder Neubau KW Rheinfelden


aktuelles Luftbild
   
Luftbild vom 07.04.2009 (Quelle: Luftaufnahmen Meyer, Hasel)

 

Fischpass am neuen Maschinenhaus



Gesamtübersicht Fischpass am neuen Maschinenhaus
 

Um den Fischaufstieg an dem neuen Maschinenhaus zu gewährleisten wird am Schweizer Ufer ein Schlitzpass vom Unterwasser in das Oberwasser des Kraftwerkes errichtet.


- Der Einlauf in den Schlitzpass im Oberwasser befindet sich ca. 100 m oberhalb der Turbinenachse
  auf Schweizer Seite.

- Der Schlitzpass führt in einem Betongerinne entlang der Ufermauer in Richtung Unterwasser.
  Im oberen Abschnitt wird ein Zählbecken zur Funktionskontrolle des Fischpasses angeordnet.

- Unterhalb des Krafthauses verläuft das Gerinne in einer kompakten gewendelten Linienführung.
  Der Fischpass durchläuft insgesamt vier 180° Kehren und mündet in Fließrichtung unmittelbar
  neben dem Turbinenauslauf.

- Zur Erhöhung der Funktionsfähigkeit des Fischpasses wird über eine separate Bypassleitung
  ein zusätzlicher Abflussanteil an die Mündung bzw. in den unteren Abschnitt des Fischpasses
  geführt.

 


 

Detail Mündung Fischpass: über mehrere Becken wird der Bypassabfluss unmittelbar oberhalb der Mündung in den Fischpass eingeleitet.
 

Technische Daten Schlitzpass am Maschinenhaus
 

Abfluss:                                           0,56 m³/s
Gesamtlänge:                                   ca. 315 m
Höhenunterschied:                            9,30 m
Wassertiefe:                                    1,22-1,37 m
Schlitzweite:                                    0,30 m
Wasserspiegeldifferenz pro Becken:   0,15 m
Beckenlänge:                                   3,30 m
Lichte Beckenlänge:                         3,15 m
Breite der Becken:                            2,30 m
Neigung der Sohle:                           1:22
Anzahl Becken:                                61
Leistungsdichte im Becken:               87 W/m³
 

Blick vom Maschinenhaus auf den unteren Abschnitt des Fischpasses. Montage Trennwände und Einbau Sohlsubstrat erfolgt zurzeit. Rechts neben der Ufermauer zum UW verläuft die UW – Berme / Sohlanschluss.

     Blick auf die Mündung und den Sohlanschluss / Berme UW.

 

  Blick in die Zählkammer (vor der Montage der Stahlwasserbauteile)

 

  Detailansicht der Becken nach Einbau des Sohlmaterials. Die Trennwände wurden
  als Fertigteile geliefert und mit Stahlwinkel montiert.

 

 

Umgesetzte Ausgleichs- und Strukturmaßnahmen

- Fischpass am Wehrpfeiler Rheinfelden
- Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Oberwasser
Fischpass am Wehrpfeiler Rheinfelden

Technische Daten Fischpass Stauwehr Rheinfelden:


Querschnitt durch den Fischpass
Stauziel:
UWMin:
Höhenunterschied OW - UW:
Gesamtlänge Fischpass:
Gefälle:
Höhenunterschied je Becken:
Anzahl Becken:
Anzahl Ruhebecken:
Wasserspiegelbreite:
Lichte Beckenlänge:
Wassertiefe:
Abfluss:

Leistungsdichte im Becken:

269,10 m N.S.H.
262,40 m N.S.H.
6,7 m (bei UWMin)
156 m
1:22
0,15 m
44
3
3,0-4,5 m
min. 2,5 m
0,9 –1,0 m
0.60 m3/s
(+1,1 m³/s Bypassleitung)
149 W/m³

Fischpass in Betrieb nach Rückbau der Wehrbaugrubenumschließung der 1. Bauphase.
Die Hauptströmung verläuft am Rand des Fischpasses; somit gute Voraussetzungen für die Auffindbarkeit des Einstiegs.

Fischpass am Wehr Rheinfelden mit sehr gutem Ergebnis

Auszug aus dem Bericht "Fischaufstiege am Hochrhein, Koordinierte Zählung 2005/06 (S. 130):

"Die Auffindbarkeit der FAH ist erschwert, da Fische, die entlang des rechten Ufers aufsteigen, die Turbinenströmung queren müssen, um zum Einstieg zu gelangen. Dieser befindet sich je nach Abfluss des Rheines 30-50 m unterhalb des Wehres an einer günstigen Stelle. Die Leitströmung ist dank der Lockwasserzugabe deutlich auszumachen. Auch die Dotation (inkl. Lockwasser) liegt weit über dem Durchschnitt aller anderen FAH.
Sehr positiv für die Passierbarkeit ist die Natursohle und die damit zusammenhängenden sehr geringen Fließgeschwindigkeiten im Grenzbereich der Sohle (kleine und bodenorientierte Fische) sowie die gross dimensionierten Engstellen zwischen den Becken (grosswüchsige Arten). Die Turbulenz in den Becken ist eher hoch, wird aber durch 2 grosse Ruhebecken kompensiert.

Die neu erbaute Anlage fällt gleich in vielerlei Hinsicht positiv auf: Ein hoher Anteil der im Unterwasser vorkommenden Arten schafft den Aufstieg. Der Schneider und generell kleine Fische steigen häufig auf. Auch hinsichtlich der Zahl der Wochen mit Fischaufstieg liegt die Anlage an der Spitze. In keinem Kriterium schneidet sie schlecht oder sehr schlecht ab. Die Gesamtbeurteilung anhand des Fischaufstieges liegt in der Skala von 0-5 bei 4,0. Das Verbesserungspotenzial ist nach dem heutigen Stand der Technik nur begrenzt."

Quelle: Schweizer Eidgenossenschaft, Bundesamt für Umwelt [Stand: 25.08.2008]
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Oberwasser
Ziel: - Kompensation des Einstaus bestehender Uferstruktur
- Verbesserung der Zugangsmöglichkeiten zum Gewässer
- Kompensation des Anstaus des flachen Uferbereiches
- Sicherstellung bzw. Erweiterung des potentiellen Lebensraumes für den Biber
Konzept: - Anpassung der vorhandenen Uferstrukturen an den zukünftig höheren
  Wasserstand
- Gestaltung neuer Flachwasserzonen (Entwicklung Weichholzaue als
  Lebensraum für den Biber)
Maßnahmen: - Neugestaltung von Felssteinbuhnen
- Erhöhung von Felssteinbuhnen die im Rahmen der 1. Bauetappe gestaltet
  wurden (2003) und somit Anpassung an den höheren Wasserspiegel.
- Buhnenartige Schüttungen auf zukünftig eingestaute Uferabschnitte mit
  Aushubmaterial aus der Unterwassereintiefung

 

Ergänzung der vorhandenen Uferstruktur.
         Gestaltung zweier Buhnen unterhalb des KW Ryburg-Schwörstadt.

 

Uferstrukturmaßnahme im Oberwasser am Schweizer Ufer: Schüttung von buhnenartigen Strukturen entlang der zukünftigen Uferlinie (nach Höhenstau)

 
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Neubau Kraftwerk Dogern - Verbindungsgewässer
Bauherr/Auftraggeber:
Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG)
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planung
- Ausschreibung
- Baubegleitung / Bauleitung
 
Im Zuge der Neukonzession des Rheinkraftwerks Albbruck-Dogern AG wurde am Stauwehr auf der Schweizer Seite ein neues Wehrkraftwerk errichtet. Mit dem Bau des Kraftwerks war die Errichtung eines naturnahen Verbindungsgewässers als Fischaufstiegsanlage am linksseitigen Ufer der Wehranlage verbunden. Durch das Verbindungsgewässer wird die aquatische Durchgängigkeit für alle Fische und somit auch für Großsalmoniden wie dem Lachs sowie das Makrozoobenthos gewährleistet.
  

Landespflegerischer Begleitplan (LBP) für den Bereich Verbindungsgewässer
Klick auf das Bild öffnet LBP als pdf (ca. 2,8 MB)

Das Verbindungsgewässer ist auf einen Abfluss von 2,0-5,0 m³/s ausgelegt und setzt sich aus folgenden Einzelbausteinen zusammen:

- Zulaufbauwerk im Oberwasser des Wehres
- naturnaher Gewässerlauf
- Mündungsrampe in das Unterwasser des Wehres
- Schlitzpass (Vertical-Slot-Pass) von der Saugschlauchmündung des Wehrkraftwerks zum naturnahen Gewässerlauf mit einem Sammelkanal 
  am Krafthaus des Wehrkraftwerkes (Collection Gallery) als Einstieg in den Schlitzpass.
 
Ende November wurde das Verbindungsgewässer in Betrieb genommen. Der Abfluss beträgt zurzeit etwa 2 m³/s.

 

Blick auf das Zulaufbauwerk.
Blick auf die unteren beiden Riegel des Zulaufbauwerks.
Kiesschnelle (rechts) und tiefer Gewässerlauf von UW gesehen. Die Böschungen wurden zusätzlich durch den Einbau von Raubäumen und Wurzelstöcken strukturiert.
Von der Zufahrt zum Wehrkraftwerk/Wehr ergibt sich ein guter Blick auf die einzelnen Strukturen.
Unterste Struktur: rechts Kiesschnelle, links tieferer Gewässerlauf. Zwischen diesen beiden Elementen liegt eine flach überströmte Kiesbank.
Mündungsrampe bei einem Gesamtabfluss von 2 m³/s. Rechts zweigt der Schlitzpass zum Sammelkanal ab.
Zuleitung des Bypassabflusses (linker Bildrand). Die Stahlkonstruktionen im Vordergrund dienen der Strömungslenkung.
Blick auf die linke Mündung des Sammelkanals in das Unterwasser. Trotz der relativ hohen Turbulenzen von der Turbine ist eine Leitströmung vorhanden.
Ansicht auf die linke Mündung. Rechts verläuft der Schlitzpass hinter der Ufermauer.
Blick auf die rechte/zweite Mündung des Sammelkanals.
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Neubau Wehrkraftwerk Dogern - Sanierung Fischpass am Maschinenhaus
Bauherr/Auftraggeber:
Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG)
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planung
- Ausschreibung
- Baubegleitung / Bauleitung
 
Im Zuge der Erteilung der Baubewilligung für das Wehrkraftwerk wurde ein Umbau des bestehenden Fischpasses am alten Maschinenhaus von RADAG zugesagt.

Der vorhandene Fischpass entspricht in seinen Abmessungen, der Lage der Einmündung und der Dimensionierung nicht den aktuellen Anforderungen an Fischaufstiegsanlagen.

Um diese Anforderungen zu erfüllen ist nun (bedingt durch die baulichen Randbedingungen und die inneren Abmessungen der bestehenden Anlage) ein Neubau der Anlage erforderlich.
  

Lageplan des Fischpasses am Maschinenhaus
Klick auf das Bild öffnet Lageplan als pdf (ca. 3,2 MB)

Der Fischpass wird auf eine Abfluss von 0,57 m³/s ausgelegt und setzt sich aus folgenden Einzelbausteinen zusammen:

- Einlaufbauwerk im Oberwasser des Maschinenhauses (Anschluss an Oberwasserkanal)
- naturnaher Gewässerlauf
- Schlitzpass (Vertical-Slot-Pass) zwischen naturnahem Gewässerlauf und der Saugschlauchmündung des Maschinenhauses
- Mündungsbauwerk als Einstieg in den Schlitzpass
- Mündung in das Unterwasser durch einen in der Breite variablen Schlitz auf die Saugschlauchdecke
 
Zur Erhöhung der Leitströmung wird über eine separate Bypassleitung ein zusätzlicher Abflussanteil von mindestens 1,43 m³/s an die Mündung geführt. Durch den in der Breite variablen Mündungsschlitz fließt somit stetig ein Abfluss von 2,0 m³/s zur Erzeugung einer ausreichenden Leitströmung in das Unterwasser.

 

Längsschnitt durch den Turbinenauslauf: Die Mündung des Fischpasses erfolgt bei der durch UWmin eingestauten Saugschlauchdecke in einer sehr strömungsberuhigten Zone. Dadurch wird eine weit in diese Zone reichende Leitströmung erzielt.

Blick auf das Zählbecken unmittelbar unterhalb des Einlaufes während der Zählphase.

 

Oberer, flach geneigter Abschnitt des Fischpasses: Strukturierung mit flachen Kiesschwellen, Totholz und Felsgestein.

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Detail Raugerinne vor dem Übergang in das Mündungsbauwerk. Im Hintergrund das Mündungsbauwerk (Schlitzpass)

 

Raugerinne im UW: Hier wird ein Großteil des Höhenunterschiedes abgebaut.

 

Mündungsschlitz: Öffnungsweite wird in Abhängigkeit vom Unterwasserstand reguliert, so dass ein konstanter Höhenunterschied besteht.

Strömungssituation an der Mündung während der Inbetriebnahme. Deutlich ist auf Grund der temporären Trübung die weit in das UW reichende Leitströmung erkennbar.

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Kraftwerk Werfen / Pfarrwerfen
Bauherr/Auftraggeber:

VERBUND AG und Salzburg AG

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Vom Land Salzburg bestellte ökologische Bauaufsicht für Gewässermorphologie

 

Das Kraftwerk Werfen / Pfarrwerfen an der Salzach im österreichischen Bundesland Salzburg wird als siebte Stufe der Kraftwerkskette Mittlere Salzach von der VERBUND AG und der Salzburg AG errichtet. Das Kraftwerk weist einen Ausbauabfluss von 200 m³/s auf.

Um die geplante Fallhöhe an der Staustufe zu erreichen, wird im zukünftigen Unterwasser auf einer Länge von ca. 2100 m die Sohle um bis zu 6 m eingetieft. Im Oberwasser wird die Salzach bis zu 4,5 m aufgestaut.

-  Laufende Überprüfung der Ausführung des Vorhabens dahingehend, ob die Vorschreibungen (Auflagen) der Genehmigungsbehörden eingehalten werden;

-  Fachliche Beratung des Bauherrn und Planers bei der Erfüllung behördlicher Vorschreibungen (Auflagen). 

Da die ökologische Bauaufsicht nachweislich Fachkenntnisse und Erfahrungen im Bereich naturnaher Gestaltung von großen Fließgewässern aufweisen muss, wurde Herr Dr. Rolf-Jürgen Gebler vom Land Salzburg als gewässerökologische Bauaufsicht bestellt.

31.07.2009 offizielle Eröffnung des KW Werfen/Pfarrwerfen in Anwesenheit von Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll, Wirtschaftminister Dr. Reinhold Mitterlehner, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Verbund-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber sowie den Vorständen der Projektpartner Dr. Arno Gasteiger, Sprecher des Vorstandes der Salzburg AG, Dr. Herbert Schröfelbauer, Vorstandsvorsitzender VERBUND-Austrian Hydro Power AG, Mag. August Hirschbichler, Vorstand der Salzburg AG und Mag. Michael Amerer, Vorstand VERBUND-Austrian Hydro Power AG.
Naturnaher Abschnitt des Fischaufstiegs
Fischpass im Bereich des Zählbeckens (rechts)
Sichtfenster am Beginn des Schlitzpasses vor der Inbetriebnahme. Das Sichtfenster reicht über die Länge des gesamten Beckens.
Detail Sohlgestaltung Schlitzpass. Hohe Rauhigkeit durch Felsgestein.
Blick von UW auf die Mündung des Fischpasses. Links Auslauf Turbine, rechts der mit Gitterrost abgedeckte Fischpass
Mündung Fischpass: Deutlich ist die Leitströmung im Unterwasser aus dem Mündungsschlitz erkennbar.
Rückstauraum: Durch die flachen Uferbereiche und die vielfältigen Strukturen werden die Flachwasserzonen wie gewünscht zur Naherholung genutzt.
Unterwasserbereich: Zwischenzeitlich haben sich im Bereich von Aufweitungen Kiesbänke abgelagert.
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Umgestaltung des Elisabethenwehres an der Nahe in Bad Kreuznach
Bauherr/Auftraggeber: Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
Regionalstelle für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz Koblenz

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Das knapp 90 m breite Elisabethenwehr im Kurgebiet der Stadt Bad Kreuznach besteht zum Großteil aus einer losen Steinschüttung. Bei Hochwasser wird der Wehrkörper durch die reißenden Wassermassen zerstört und muss somit regelmäßig wieder aufgebaut werden. Das Wehr ist zudem im aufgeschütteten Zustand für Fische und andere aquatische Organismen nicht passierbar. Direkt oberhalb des Wehres zweigt am rechten Ufer der Mühlenteich ab, durch welchen ein Teil des Nahe-Abflusses zur Mühle Thress geleitet und dort energetisch genutzt wird.

Um die ökologische Durchgängigkeit wieder herzustellen und den Unterhaltungsaufwand zu minimieren, wird das Elisabethenwehr in eine naturnahe Sohlengleite umgestaltet.

In der Planung wurde zudem auch die Hochwassersituation im Stadtgebiet von Bad Kreuznach berücksichtigt. Die Hochwasserneutralität wurde im Vorfeld mit einem numerischen Modell nachgewiesen.

Hauptelement der Sohlengleite ist eine Niedrigwasserrinne, in welcher bei Niedrigwasser der Abfluss konzentriert wird und so die zum Fischaufstieg notwendigen Wassertiefen aufrechtecht erhalten werden. Hier wird die Höhendifferenz über einzelne, versetzt angeordnete Riegel aus Blocksteinen abgebaut, in welchen ausreichend groß dimensionierte Lücken angeordnet werden.

In den seitlichen Bereichen werden flach überströmte Bereiche und Kiesinseln entstehen, um der heimischen, vom Aussterben bedrohten Würfelnatter einen geeigneten Lebensraum zu schaffen.

 
Abmessungen:

Länge der Sohlengleite:
Höhenunterschied:
Maximale Breite:
Gesamtlückenbreite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 60 m (+ 18 m Nachbettsicherung)
insgesamt 2,40 m
88,0 m
ca. 1,30 m
16 Stück
1:25
0,15 m
1,05 cm
2,65 m³/s (1,65 m³/s durch NW-Rinne)

 

Ausgangszustand des Elisabethenwehrs.
Blick von Unterwasser auf die fertig gestellte Niedrigwasserrinne.
Auf den seitlichen Bereichen der Sohlengleite entstehen wertvolle Flachwasserbereiche. Stellenweise wurden Steingruppen überhöht eingebaut, um die Bildung von Kiesinseln zu initiieren.
Bericht aus "Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach" vom 03.12.09
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aktuelles Luftbild
Blick auf den gesamten Umgestaltungsbereich kurz nach Fertigstellung der Baumaßnahme. Deutlich zu erkennen sind die zwei seitlichen Flachwasserrinnen.
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Umgestaltung des Wehres Niedaltdorf an der Nied
Bauherr/Auftraggeber: Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz, Saarland

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Das Wehr Niedaltdorf diente ursprünglich dem Wasseraufstau, um den Betrieb mehrerer Mühlen im Umfeld zu gewährleisten. Mittlerweile wurde jegliche Nutzung eingestellt. Das Stauziel ist dennoch weiterhin zu halten.

Um die Barrierewirkung des alten Wehres für die Fischfauna aufzuheben, wird das Wehr nun teilweise abgerissen und auf der linken Seite zu einer naturnahen Teilrampe umgestaltet. Durch die Anordnung von sechs Riegeln aus großen Blocksteinen entsteht eine Abfolge von Becken mit einem jeweiligen Höhenunterschied von 15 cm. Durch ausreichend große Lücken in den Riegeln wird die ökologische Durchgängigkeit gewährleistet.

Der rechte Teil des Wehres wird aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten. Die Maßnahme wird archäologisch betreut.

 
Abmessungen:

Gesamtlänge:
Höhenunterschied:
Maximale Breite:
Gesamtlückenbreite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 15 m (+ ca. 2m Nachbettsicherung)
ca. 0,90 m
ca. 28 m
ca. 1,50 m
6 Stück
ca. 1:20
0,15 m
0,65 m
1,50 m³/s (1,20 m³/s durch Niedrigwasserrinne)

 

Der rechte  Teil des alten Wehres (im Bildhintergrund) wurde erhalten und entsprechend gesichert.
Blick über die fertig gestellte Sohlengleite in Fließrichtung.
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Fischaufstiegsanlage am Wehr der Itteler Mühle (Kyll)
Bauherr/Auftraggeber: Kreisverwaltung Trier-Saarburg

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Die Wehranlage der Itteler Mühle an der Kyll ist für die gesamte Gewässerfauna nicht passierbar. Aus diesem Grund wird das Streichwehr, bestehend aus Beton und Pflasterung, im linken Bereich abgebrochen und dort durch den Anschluss eines Raugerinnes ersetzt. Durch das neue, naturnahe Bauwerk wird ein Mindestwasserabfluss von 350 l/s in die Ausleitungsstrecke geleitet. Der Großteil des Abflusses der Kyll wird nach wie vor abgeleitet und in der Mühle energetisch genutzt.

Der Höhenunterschied wird über einzelne, schräg angeordnete Riegel abgebaut, wodurch die Passierbarkeit für Fische und andere aquatische Organismen gewährleistet wird. Zwischen den Riegeln werden großzügig dimensionierte Becken angelegt, welche mittlere Wassertiefen von 60 cm aufweisen. Diese naturnahe Bauweise ist angelehnt an die natürliche Struktur eines Gebirgsbaches und bietet neben der eigentlichen Durchgängigkeit auch noch Lebensraum für Kleinlebewesen.

Auf der rechten Wehrseite wird eine weitere Öffnung angelegt, durch welche zu den Hauptwanderzeiten bestimmter Fischarten eine zusätzliche Wassermenge in die Ausleitungsstrecke unterhalb des Wehres abgegeben werden kann.

 
Abmessungen:

Länge der Sohlengleite:
Höhenunterschied:
Maximale Breite:
Gesamtlückenbreite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 56 m
2,25 m
ca. 12 m
ca. 0,50 m
15 Stück
1:25
0,15 m
60 cm
350 l/s (Mindestabfluss)

 

Blick auf die Teilrampe kurz nach Fertigstellung. Am linken Bildrand der erhaltene Wehrrücken des Streichwehres
Einlaufbereich der neuen Sohlengleite während des Probebetriebs. 
Verschließbare Wehrscharte zur Erhöhung des Abflusses der Ausleitungsstrecke zu den Hauptwanderzeiten der Äsche
Bericht aus "Volksfreund" vom 25.06.2009
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Herstellen der ökol. Durchgängigkeit in der Queich in Germersheim
Bauherr/Auftraggeber: Stadt Germersheim

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Vorstudien, Hydraulik, Variantenuntersuchungen
- Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Am westlichen Rand der Stadt Germersheim teilt sich die Queich an einem Teilungsbauwerk in zwei Arme, in den Trompetergraben, der am nördlichen Stadtrand verläuft und in die Stadtqueich, die das Stadtgebiet quert. Nordöstlich des Stadtgebietes vereinen sich beide Arme wieder und münden nach ca. 800 m in den Rhein. Das Wasser der Stadtqueich soll energetisch genutzt werden. In diesem Zusammenhang soll für Wanderfische der Zugang in die Queich über den Trompetergraben ermöglicht werden.

Im Trompetergraben befinden sich mit dem Teilungsbauwerk und einem Absturzbauwerk im Bereich Waldstraße zwei, für die gesamte Gewässerfauna nicht zu überwindende Wanderhindernisse. Die beiden Bauwerken bilden eine Schlüsselstelle bei der ökol. Anbindung der Queich an das Ökosystem des Rheins. Kürzlich wurde eine Befischung im unmittelbaren Bereich unterhalb der Bauerwerke durchgeführt. Dabei wurden trotz der augenscheinlichen Strukturarmut 17 verschiedene Fischarten nachgewiesen. Darunter auch eine Meerforelle, deren weiterer Aufstieg in die Queich durch die Wehre gestoppt wurde.

Für die beiden Bauwerke wurden verschiedene, naturnahe Bauweisen gewählt, um die Durchgängigkeit wieder herzustellen.

 
Bericht aus "Die Rheinpfalz" vom 04.05.2009
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Teilungsbauwerk:

An dem Teilungsbauwerk wird über Schütze der Abfluss zwischen den beiden Gewässerabschnitten aufgeteilt. Hochwasserabflüsse werden von hier über den Trompetergraben abgeführt. Für die Hochwassersicherheit der Stadt ist daher das Teilungsbauwerk in seiner Funktion zu erhalten.

Das Teilungsbauwerk wird weiträumig durch ein naturnahes Verbindungsgewässer in Form eines Raugerinne-Beckenpasses umgangen. Dabei muss eine kreuzende Anliegerstraße unterquert werden. Der Durchlass aus Stahlfertigteilen wurde so dimensioniert, dass auch im Durchlass eine naturnahe Sohlstruktur geschaffen werden kann.
Durch eine Automatisierung des Teilungsbauwerks wird ein konstanter Abfluss über das Umgehungsgerinne sichergestellt.
Der obere Abschnitt wird flacher geneigt ausgeführt und bietet somit die Möglichkeit zur Anordnung verschiedener Strukturelemente (Wurzelstöcke, Kiesbänke).

 
Abmessungen Raugerinne-Beckenpass

Höhenunterschied:
Länge:
Länge Durchlassbauwerk:
Breite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 4,75 m
ca. 130 m
23 m
3,0 - 4,0 m
32 Stück
1:23 bis 1:38
0,15 m
60 cm
300 l/s

 

Einlauf in das Verbindungsgewässer. Der Raugerinne-Beckenpass wird ca. 120 m oberhalb vom Teilungswehr an die Queich angeschlossen. Die Dammbalken sind unterströmt und sollen Treibgut abhalten.
Blick über den oberen Abschnitt des Raugerinne-Beckenpasses. In dem flacher geneigten Abschnitt wurden Kiesbänke, Wurzelstöcke und Faschinen als Strukturelemente angeordnet
An jedem Riegel wird ein Höhenunterschied von 15 cm abgebaut.
Der Raugerinne-Beckenpass schließt unterhalb des Teilungswehres an den Trompetergraben an.
Absturzbauwerk:

Der Höhenunterschied am Wehr Waldstraße wird künftig durch eine Kombination aus Sohlengleite und einem neu gestaltetem Bachlauf mit Schnellenstrukturen abgebaut.

Sohlengleite:
Das Absturzbauwerk ist ein Teil der historischen Festungsanlagen von Germersheim und soll daher erhalten bleiben. Lediglich die nachträglich eingefügten Betonquerschwellen werden im Zuge der Umgestaltung entfernt. Die Sohlengleite beginnt ca. 45 m unter der jetzigen Wehrschwelle und wird in einer Neigung von 1:25 bis vor das Absturzbauwerk geführt. Im Bereich der hist. Wehrwangen erfolgt kein Höhenabbau. Dieser Abschnitt dient somit als Ruhebecken für aufsteigende Fische. Oberhalb des Bauwerks wird die Sohlengleite wieder weitergeführt und schließt nach etwa 11 m an den neu zugestaltenden, naturnahen Bachlauf an.

 
Abmessungen Sohlengleite

Höhenunterschied:
Länge:
WSP-Breite:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 2,10 m
ca. 53 m
3,0 - 4,0 m
14 Stück
1:25
0,15 m
60 cm
300 l/s zzgl. Abschlag in den Trompetergraben

 

Sohlengleite unterhalb des ehem. Wehres. Die seitlichen Bereich werden bei zunehmenden Abflüssen überströmt.
 
Die Sohlengleite wird zwischen den historischen Wehrwangen des ehemaligen Wehres durchgeführt.
Naturnaher Bachlauf:
Zwischen dem Trompetergraben und der Waldstraße befindet sich eine Feifläche. Diese Fläche wird genutzt, um den geradlinigen Verlauf des Trompetergrabens aufzuheben. Der Bach wird in Schlingen in Richtung Waldstraße ausgeschwenkt. Das alte Bachbett wird dabei zum größten Teil verfüllt. Im neuen Gewässerverlauf werden Schnellenbereiche angelegt, über die bereits ein Teil des ehem. Höhenunterschieds vom Absturz abgebaut wird. Die Schnellen werden in den Übergängen der Gewässerwindungen angeordnet, in denen sich auch bei natürlichen, geschwungenen Gewässerverläufen Furten und Schnellenstrukturen ausbilden würden. Zur Sohlsicherung werden in den Schnellen linienförmige Blocksteingruppen angeordnet.
Eine weitere Strukturierung des Gewässers erfolgt mit Wurzelstöcken, Faschinen und Kiesbänken. Die Strukturelemente bieten die Möglichkeit einer sich entwickelnden Habitatvielfalt innerhalb des Gewässerabschnittes. Somit wird auch in dieser Hinsicht eine ökologische Aufwertung des Gewässers erreicht.

 
Abmessungen neu gestalteter Bachlauf

Höhenunterschied:
Länge:
WSP-Breite:
Bereich mit Schnellenstrukturen
Höhenabbau in Schnelle
Neigung Schnellenbereich
mittl. Neigung Bachlauf
Abfluss:

 



ca. 1,05 m
ca. 150 m
3,0 - 6,0 m
5 Stück
0,10 - 0,25 m
1:40
ca. 1:135 = 7,4 ‰
300 l/s zzgl. Abschlag in den Trompetergraben

 

Der ehemals gerade Verlauf des Trompetergrabens wurde aufgehoben. Der neu gestaltete, geschwungene Verlauf folgt mit seinem Wechsel von Flach- und Tiefstellen dem Vorbild natürlicher Bachläufe.
Eine dynamische Entwicklung wird in ausgewählten Bereichen zugelassen. An der aufgeschüttete Kiesschnelle zeigten sich schon nach wenigen Tagen die ersten Umlagerungen.
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Umgestaltung Wasserfall Isenburg am Saynbach
Bauherr/Auftraggeber: Kreisverwaltung Neuwied

 

Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planen
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
Der ca. 3,0 m hohe Wasserfall (felsige Sohle) ist im 19. Jahrhundert entstanden, als im Zuge des Straßenbaus der Saynbach in ein neues Bett verlegt wurde. Seither ist dieser Gewässerabschnitt für die gesamte Gewässerfauna nicht zu überwinden, auch nicht für Lachse. Die Wiederansiedelung des Lachses ist im Saynbach erklärtes Ziel. Allerdings sind viele potentielle Laichhabitate erst oberhalb des Wasserfalles zu verzeichnen und im derzeitigen Zustand für Lachse nicht erreichbar.

Unterhalb des Wasserfalles hat sich ein tiefer Kolk gebildet. Wasserfall und Kolk stellen ein landschaftlich wertvolles Element dar, das mit einem hohen Naherholungswert verbunden ist.

Am Wasserfall in Isenburg liegen besonders komplexe und schwierige Randbedingungen vor. Zum einen ist die Situation räumlich sehr beengt, zum anderen soll der Charakter des Wasserfalls soweit möglich erhalten bleiben. Vom IB Gebler wurde die Umgestaltung des Wasserfalles in eine relativ steile Blocksteinrampe bzw. in einen stufenförmigen Wasserfall (sog. Katarakt) vorgeschlagen, bei dem der besondere Charakter des Wasserfalls teilweise erhalten bleibt. Hierbei wird ein Bauwerk über die gesamte Gewässerbreite errichtet. Der Saynbach im Westerwald weist als Mittelgebirgsfluss schon unterhalb Isenburg relativ steile Abschnitte auf. Unter diesem Gesichtspunkt scheint tolerierbar, dass naturnahe Bauwerke, die ohnehin bessere hydraulische Aufstiegsbedingungen (Becken) bieten, als natürliche Gewässerabschnitte, mit entsprechenden Neigungen gestaltet werden.

Der Höhenunterschied wird über zwei Abschnitte abgebaut, dazwischen wird ein großzügiger Kolk angelegt. Der obere, einsehbare Abschnitt wird mit größeren Höhensprüngen und steilerer Neigung errichtet.

 
Abmessungen:

Gesamtlänge:
Maximale Breite:
Höhenunterschied:
Anzahl der Riegel:
Neigung:
WSP-Unterschied je Becken:
Wassertiefen:
Abfluss:

 



ca. 60 m
ca. 12 m
ca. 3,15
19 Stück
ca. 1:15/1:30
0,15 m/0,20 m
60 cm
Gesamtabfluss Saynbach

 

Fertig gestellter oberer Abschnitt
Blick auf den unteren Abschnitt
Erste Probebefischung
Bericht aus der lokalen Presse vom 10.09.08
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Neubau Kraftwerk Dogern - Ökologische Ausgleichsmaßnahmen
Bauherr/Auftraggeber:
Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG)
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planung
- Ausschreibung
- Baubegleitung / Bauleitung
 
Im Zuge der Neukonzession des Rheinkraftwerks Albbruck-Dogern AG wird am Stauwehr auf der Schweizer Seite ein neues Wehrkraftwerk errichtet. Mit dem Bau des Wehrkraftwerks ist die Durchführung von ökologischen Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen zur Erhöhung der Strukturvielfalt verbunden. Es handelt sich hierbei sowohl um Maßnahmen im Unterwasser als auch im Stauraum des Wehres.
  

Landespflegerischer Begleitplan - Übersicht
Klick auf das Bild öffnet LBP als pdf (ca. 2,8 MB)   
  

Geplante Ausgleichs- und Strukturmaßnahmen

- Wiederherstellung der früheren Kiesinseln bei Full (zwischenzeitlich ausgeführt)
- Aufwertung der best. Vogelinsel
- Dauerhafte Kiesschüttungen im Altrhein
- Strukturierungsmaßnahmen im Altrhein
- Gestaltung von 3 Buhnen im Altrhein
- Verschiedene kleinere Maßnahmen im Altrhein
- Kieszugabe im Altrhein
- Fischgängige Blockrampe in der Albmündung


Wiederherstellung der früheren Kiesinseln bei Full

Vor dem Bau des KW Albbruck-Dogern befanden sich oberhalb des Stauwehres im Bereich der Ortschaft Full am Schweizer Ufer zwei langgestreckte Inseln. Diese Inseln sind heute nicht mehr vorhanden, jedoch ist der Uferbereich in diesem Abschnitt relativ flach. Es ist nun vorgesehen, an dieser Stelle zwei neue Inseln mit kiesigem Aushubmaterial zu schaffen. Die obere Insel besitzt eine Länge von ca. 185 m, die untere Insel eine Länge von ca. 160 m, bei einer Breite von ca. 15 – 20 m. Die Inseln werden aus dem anstehenden Sohlmaterial des Rhein geschüttet. Hierfür wurde auf einer Fläche von 50.000 m² die Rheinsohle um maximal 1,0 – 1,5 m abgetragen. Das benötigte Volumen für die beiden Kiesinseln beträgt ca. 20.000 m³.

 

Uferbereich der oberen Insel nach Abschluss der Schüttungen
Blick von der unteren Insel auf die obere Insel Full


Aufwertung der best. Vogelinsel

Die bestehende Insel am deutschen Ufer unmittelbar oberhalb des Stauwehres wird jeweils ca. 60 m nach Ober- und Unterwasser verlängert. Vor die bestehende Vogelinsel werden 4 weitere Inseln geschüttet.

Zusammenfassende Angaben zur Vogelinsel:

Länge:
Breite:
Volumen Inselschüttung:

ca. 250 m
ca. 40 - 50 m
ca. 5.400 m³

  
Zwischen der best. Insel und den neuen Inseln wurde eine tiefere Rinne geschaffen.
Um zukünftig eine Störung des Gebiets durch Spaziergänger zu vermeiden, wurde zwischen dem Rheindamm und der best. Insel eine stetig durchströmte Rinne angelegt.


Fischgängige Blockrampe in der Albmündung

Durch diese Maßnahme wird ein ca. 1,80 m hoher künstlicher Absturz in der Albmündung in eine naturnahe Blockrampe umgestaltet.

Zusammenfassende Angaben zur Blockrampe:

Länge:
Breite:
Breite NW-Rinne:
max. Höhenunterschied
mittl. Gefälle:
MNQ:
ca. 35 m
13 m
4 - 6 m
1,80 m
1 : 20
1,1 m³/s
 
Blick von Oberwasser auf die fertig gestellte Rampe.
Oberhalb wurde mit dem Material der Baustraße das Gewässerbett strukturiert.
Blick von UW auf die Blocksteinrampe, rechts das Maschinenhaus

Strukturierungsmaßnahmen im Altrhein

Im Altrhein sind die folgenden Strukturierungsmaßnahmen vorgesehen:

  1. Gestaltung von 2 Schluten auf der Oberen Au-Insel
  2. Dauerhafte Kiesschüttungen im Altrhein
  3. Strukturierungsmaßnahmen im Altrhein

 

A. Gestaltung von 2 Schluten auf der Oberen Auinsel

Durch die Gestaltung einer dauerhaft durchströmte Schlute (untere Schlute) sowie einer Schlute die nur bei Hochwasser beaufschlagt wird (obere Schlute) soll der Auenwald wieder besser an die Abflussdynamik des Altrheins angebunden werden.

Untere Schlute:
Die untere Schlute ist ganzjährig durchflossen und weist einer Sohlbreite von ca. 4 – 8 m auf. Zur besseren Durchströmung wurde im Einlaufbereich ein Strömungslenker aus Holzstämmen errichtet.

Blick vom Schwadenlocher Steg in die Schlute
Einlauf Schlute nach Fertigstellung des Strömungslenkers

Obere Schlute:
Die Obere Schlute ist bereits weitgehend im Gelände vorhanden und lediglich durch die Verwallung am Ufer vom Altrhein abgeschnitten. Durch die Maßnahme wurde die Obere Schlute wieder an den Altrhein angeschlossen und eine Verbindung zur Unteren Schlute geschaffen. Wie bei der unteren Schlute wurde zur besseren Durchströmung im Einlaufbereich ein Strömungslenker aus Holzstämmen errichtet. Lediglich im Einlaufbereich erfolgte ein Geländeabtrag. Die Sohle wurde in diesem Bereich trichterförmig abgetragen.

Einbau Baumstämme in den Strömungslenker
Im Einlaufbereich wurde das Gelände abgetragen, um bei Hochwasser eine bessere Durchströmung zu gewährleisten.

B. Dauerhafte Kiesschüttungen im Altrhein

An 3 Stellen wird im Altrhein durch Kiesschüttungen bestehende Kiesbänke vergrößert bzw. neu angelegt.

Gesamtlänge:
Breite:
Gesamtvolumen
ca. 1090 m
10 - 30 m
ca. 13.400 m³
Obere Kiesschüttung nach Fertigstellung bei höherer Wasserführung im Altrhein
Kiesbank unterhalb des Schwadenlocher Stegs nach Fertigstellung (März 2009)

C. Strukturierungsmaßnahmen im Altrhein

Schaffung von Uferanrisse bei den Auenwäldern/Raubäume im Uferbereich

Raubaum am Ufer.
Wegen der vorhandenen Uferbefestigung (Pflasterung) konnten die Raubäume nicht in die Böschung eingebunden werden, sondern mussten mit Felsgestein beschwert werden.
Neu erstellter Uferanriss am schweizer Ufer.
Insgesamt wurden 4 Uferanrisse (jeweils 2 auf der deutschen bzw. schweizer Seite) geschaffen.
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Optimierung Beckenfischpass am Kraftwerk Wyhlen
Bauherr/Auftraggeber: Energiedienst AG
Vom Ing.-Büro Dr. Gebler durchgeführte Arbeiten: - Planung 
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung
An dem Kraftwerk Wyhlen werden die vorhandenen Fischaufstiegsanlagen verbessert:

- Am Stauwehr wurde im Frühjahr 2005 der bestehende Fischpass durch einen Fischlift ersetzt.
- Nun erfolgt der Umbau / Optimierung des Beckenfischpasses neben dem Maschinenhaus.

Die bisher durchgeführten Zählungen der aufsteigenden Fische zeigten, dass der Beckenfischpass zwar im Vergleich zu anderen Fischpässen an den Hochrheinkraftwerken recht gut funktioniert, eine Überprüfung des Fischpasses ergab aber, dass es verschiedene Defizite gibt und eine Optimierung deshalb sinnvoll ist:

- Die bisherige Mündung liegt nicht optimal und kann nicht von allen Fischen gefunden werden.
- Der Höhenunterschied an den einzelnen Stufen im Fischpass ist für einige Fischarten zu groß.

Optimierungsmaßnahmen

- Verlegung der Fischpassmündung direkt neben den Auslauf der 1. Turbine. Zur Sicherung der best. Bausubstanz und um die Verlegung der Mündung zu ermöglichen, wurde vorgängig eine Spundwandkonstruktion parallel zur Ufermauer bis zum Turbinenauslauf eingebaut.
- Das Längsgefälle des Fischpasses wird durch die Verlängerung um 30 m reduziert.
- Die bestehenden Trennwände aus Beton werden abgebrochen und der  Fischpass als naturnaher Raugerinne-Beckenpass mit großem Natursteinmaterial aus Kalkstein neu gestaltet.
- Mit einer Bypassleitung wird vom Rhein oberhalb des Einlaufes in den Fischpass ein zusätzlicher Abfluss an die Fischpassmündung geführt, um eine Leitströmung an der Mündung zu erzeugen.

 

01_Spundwand 02_Beckenpass
Blick vom Baukran auf den Einlauf, Zählbecken (linker, oberer Bildrand) und den Verlauf des Fischpasses in Richtung Unterwasser. Am rechten Bildrand liegt die Mündung neben dem Turbinenauslauf.
Ansicht Zählbecken
rechts daneben verläuft unter dem Gitterrost der Fischpass
03_Zufahrt 04_Kontrollbecken
Mittlerer Abschnitt des Fischpasses nach Abschluss der Inbetriebnahme.
Blick vom Baukran auf den unteren Abschnitt entlang des Unterwasserkanals bis zur Mündung (unterer Bildrand)
01_Spundwand 02_Beckenpass
Unterer Abschnitt des Fischpasses nach Abschluss der Inbetriebnahme. Die Mündung liegt unmittelbar neben dem Turbinenauslauf.
Details Mündung
Über die Bypassleitung wird ein zusätzlicher Abflussanteil oberhalb der Mündung eingeleitet. Der Abfluss wird durch zwei relativ breite Öffnungen in das UW abgeführt. Eine Mündung erfolg auf die Saugschlauchdecke, die zweite Mündung unmittelbar neben dem Turbinenauslauf entlang der Spundwand
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Fischweg Wehr Damsau

In der Ausleitungstrecke unterhalb des Stauwehres befindet sich das Wehr Damsau mit einem 260 m langen festen Wehrrücken und einem beweglichen 14 m breiten Dachwehr. 

Der Fischweg wird als Blocksteinrampe neben dem Dachwehr errichtet. Diese Lage wurde gewählt, da der Abfluss und die Strömung auf den Dachwehrbereich konzentriert ist und die Fische zwangsläufig zu diesem obersten Wehrbereich gelangen. 

Der Abfluss erfolgt über Lücken zwischen den Blocksteinen. Die Blocksteine werden so angeordnet, dass sich innerhalb der Rampe jeweils nebeneinanderliegende, in Längsrichtung versetzte Becken ergeben. Der Abfluss erfolgt nun zum Teil über den direkten Weg in Längsrichtung, aber auch über den indirekten Weg, über das benachbarte Becken. Hierdurch wird der Fliessweg verlängert, sodass sich entlang des Fliessweges und damit des Aufstiegsweges der Fische eine geringere Steigung ergibt. Diese Struktur bietet den Vorteil einer aufgelockerten, vielfältigen Fliessstruktur, die auch leistungsschwachen Arten einen Aufstieg ermöglicht.


Technische Daten


Wasserspiegelunterschied:
Gesamtlänge
Breite:
Mittl. Gefälle:
Abfluss:
Wassertiefe:  




3,0 m
ca. 50 m
 10 - 20 m
1:15
1,8 m3/s
0,8 – 1,0 m

Der Fischweg wurde am 18.09.2007 in Betrieb genommen.
Durch die Eintiefung in der Wehrkrone unterhalb des Fischweges wird die Leitströmung zum Fischweg deutlich verbessert.
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